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Kampf des Jahres

Irre: Das rettete Joshua gegen Klitschko

Die Mega-Schlacht im Wembley hätte auch ganz anders enden können.

Wladimir Klitschko war gezeichnet. Von einer Ring-Schlacht, die beste Werbung für das Boxen war. Er hatte ein tiefes Cut über dem linken Auge. Mit versteinerter Miene meinte er: "Ich muss mir ein paar Tage nehmen, um darüber nachzudenken, wie es weitergeht." 41 Jahre ist der langjährige Dominator im Schwergewicht nun alt.

+++ Mega-Kampf vor 90.000 Fans: Joshua schlägt Klitschko K.o. +++

Er muss entscheiden, ob er seine große Karriere beendet oder auf einen Rückkampf pocht. Jener wäre im Vertrag festgehalten. "Wenn ich nochmal kämpfe, dann gegen Anthony Joshua." Und sein ehemaliger Trainingspartner wäre bereit: "Wladimir ist der Gegner, den ich mein ganzes Leben gesucht habe. Er hat gezeigt, dass er es noch drauf hat."

Beinahe wäre Joshua nämlich ausgeknockt worden. In Runde sieben hatte Klitschko ihn auf die Bretter geschickt. Danach wankte er für einige Minuten bedenklich. Seine Rettung: Trashtalk. "Ich brauchte dringend etwas Erholung, also habe ich Wladimir immer wieder gesagt, dass ich ihm in der nächsten Runde den Hintern versohle."

Diashow: Klitschko gegen Joshua: Die Bilder zum Kampf

"Ich hätte mehr machen sollen"

Eine kuriose, aber wirksame Taktik: Klitschko agierte in den beiden Runden danach vorsichtig. "Im Nachhinein kann man sagen, ich hätte nach dem Niederschlag mehr machen sollen. Aber ich habe mir die Zeit genommen. Wenn man das Endergebnis sieht, hätte ich wohl mehr machen müssen. Ich hatte mir vorgenommen, einen Sieg zu feiern", weiß der Ukrainer.

So war in der elften Runde für ihn Schluss: Klitschko ging zwei weitere Male zu Boden. Joshua deckte den anschließend schwer in den Seilen hängenden Rivalen mit einem Schlaghagel ein. Deshalb blieb dem Ringrichter keine andere Wahl, als das ungleiche Schauspiel vorzeitig zu beenden.