Liuzzi schnappt Klien das Cockpit weg

Sportmix

Liuzzi schnappt Klien das Cockpit weg

Artikel teilen

Die Teams haben ihr Personal für die neue Saison nun gefunden.

Christian Kliens Hoffnung auf ein Cockpit in der diesjährigen Formel-1-Weltmeisterschaft hat sich nun endgültig zerschlagen. Das Hispania Racing Team (HRT) vergab den zweiten Fahrerplatz neben dem Inder Narain Karthikeyan am Mittwoch an den Italiener Vitantonio Liuzzi. Damit haben alle zwölf Teams ihre Paarungen für die in zweieinhalb Wochen in Australien (27. März in Melbourne) beginnende Weltmeisterschaft bekanntgegeben.

Liuzzi fuhr bei WM auf Platz 15
Klien hatte sich bis zuletzt Hoffnungen auf einen Platz im neuen F111 des Nachzügler-Teams aus Spanien gemacht. Für Hispania Racing war der Vorarlberger schon im Vorjahr an fünf Wochenenden - davon drei GP-Rennen - gefahren. "Ich würde natürlich sehr gerne wieder für das HRT Team fahren", hatte der 28-Jährige erst in der Vorwoche betont. Nun entschied sich HRT aber für seinen ehemaligen Teamkollegen bei Red Bull Racing.

Liuzzi stand in der vergangenen beiden Saisonen bei Force India unter Vertrag, ehe er dem schottischen DTM-Champion Paul di Resta weichen musste. Ein sechster Platz in Südkorea war sein bestes Ergebnis 2010, die WM beendete der 29-Jährige auf Platz 15. Am neuen Boliden von Hispania werkte Liuzzi bereits im Februar in Barcelona. Präsentiert werden soll der neue Wagen, der noch nicht auf der Strecke getestet wurde, am Freitag.

"Ich habe nie die Hoffnung verloren, dass ich weiter in der Formel 1 bleiben kann. Ich weiß, dass ich die Erfahrung und Einstellung für ein junges und ambitioniertes Team habe", meinte der Italiener. Auf ihn warte in der Entwicklung seines neuen Dienstfahrzeugs nun harte Arbeit.

Der Österreicher ist enttäuscht

Klien nahm nach der Absage bei Hispania Plan B ins Visier. "Ich habe schon vorher klar gesagt: Wenn es mit diesem Cockpit nicht klappt, dann werde ich um einen Vertrag als dritter Fahrer kämpfen, der mir auch die Perspektive gibt, in absehbarer Zeit wieder Formel-1-Rennen zu fahren", meinte der Vorarlberger. "Es ist kein erfreulicher Tag in meiner Karriere, aber es ist auch nicht das Ende aller Tage."

Nach der Entscheidung der Spanier war Klien naturgemäß enttäuscht. "Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die man als Fahrer nur schwer beeinflussen kann. Positiv ist zumindest, dass mir klar signalisiert wurde, dass man an meinem fahrerischen Können keine Zweifel hat, sondern eben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit kein Stammcockpit erlauben."

Laut seinem Manager Roman Rummenigge habe man bis Dienstagnachmittag mit Hispania-Teamchef Colin Kolles über einen möglichen Vertrag verhandelt. Letzten Endes konnte man trotz aller Bemühungen nicht jenes wirtschaftliche Sponsor-Paket anbieten, um in Melbourne am Start zu stehen.

Der erste Grand-Prix geht am 27. März in Melbourne (Australien) über die Bühne.

Saison 2011: Teams, Fahrer und Startnummern

Red Bull Racing:
1 Sebastian Vettel (GER)
2 Mark Webber (AUS)

McLaren-Mercedes:
3 Lewis Hamilton (GBR)
4 Jenson Button (GBR)

Ferrari:
5 Fernando Alonso (ESP)
6 Felipe Massa (BRA)

Mercedes:
7 Michael Schumacher (GER)
8 Nico Rosberg (GER)

Lotus-Renault:
9 Nick Heidfeld (GER)
10 Witali Petrow (RUS)

Williams:
11 Rubens Barrichello (BRA)
12 Pastor Maldonado (VEN)

Force India:
14 Adrian Sutil (GER)
15 Paul di Resta (GBR)

Sauber:
16 Kamui Kobayashi (JPN)
17 Sergio Perez (MEX)

Scuderia Toro Rosso:
18 Sebastien Buemi (SUI)
19 Jaime Alguersuari (ESP)

Team Lotus:
20 Jarno Trulli (ITA)
21 Heikki Kovalainen (FIN)

Hispania Racing Team (HRT):
22 Narain Karthikeyan (IND)
23 Vitantonio Liuzzi (ITA)

Marussia Virgin Racing:
24 Timo Glock (GER)
25 Jerome D'Ambrosio (BEL)
 

OE24 Logo