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Schweizer Albasini vor Gesamtsieg

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Mit fünftem Rang im Zeitfahren verteidigt Albasini das Gelbe Trikot vor der Schlussetappe.

Mit einer starken Leistung im Einzelzeitfahren am Neusiedlersee hat der Schweizer Michael Albasini am Samstag den Gesamtsieg in der 61. Österreich-Rundfahrt praktisch perfekt gemacht. Der 28-jährige Profi des Columbia-Teams belegte auf dem siebenten Teilstück von Podersdorf nach Illmitz und zurück (26,3 km) den fünften Rang und hat vor dem Schlussabschnitt am Sonntag nach Wien 1:12 Minuten Vorsprung auf den Ukrainer Ruslan Pidgornij, der nach Zwischenbestzeit noch auf Rang sechs zurückfiel. Nur noch ein Missgeschick kann den ersten Rundfahrtsieg Albasinis verhindern.

Den Tagessieg holte sich der Niederländer Koos Moerenhout. Der 35-Jährige aus dem Team Rabobank war damit Erster auf dem höchsten Punkt (Glocknerkönig) und Bester in dem am niedrigsten gelegenen Teil Österreichs. Er siegte 1,65 Sekunden vor dem Kanadier Svein Tuft (Garmin) und 14,8 vor Ex-Weltmeister Laszo Bodrogi (Katjuscha) aus Ungarn. "Ich weiß, dass ich gut Zeitfahren kann, war heuer in Belgien Fünfter und bei der Dauphine-Rundfahrt Siebenter. Wenn es für einen Sieg reicht, ist es umso schöner", erklärte der holländische Straßenmeister.

Denifl verteidigt Top-Ten-Platz
Bestplatzierter Österreicher war der 19-jährige Vorarlberger Matthias Brändle als 31. (+1:46,9). Dem Tiroler Stefan Denifl genügte der 40. Platz (+2:03,1), um seinen Top-Ten-Rang in der Gesamtwertung abzusichern. Der 21-jährige Stubaier wird seine erst zweite Österreich-Rundfahrt als Achter beenden. "Das hätte ich mir nicht erwartet, ich bin voll zufrieden", sagte Denifl.

Vor der Prüfung gegen die Uhr hatte er seine gesundheitlichen Probleme hinter sich gelassen und blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten. "Ich habe einen guten Rhythmus gefunden, natürlich sollte ich mich im Zeitfahren in den kommenden Jahren noch verbessern", sagte der starke Bergfahrer. Nach dem siebenten Rang in der Bayern-Rundfahrt und dem Sieg in der Thüringen-U23-Rundfahrt hat er eine weitere Talentprobe abgelegt. Ziel ist schon für nächste Saison ein Vertrag in einem ausländischen Profirennstall.

Während Pidgornij wie 2006 (16 Sekunden zurück) die Rundfahrt als Zweiter beenden wird ("Im Zeitfahren habe ich mich gut gefühlt, mehr war nicht möglich"), freut sich Albasini über die offenbar geglückte Wandlung zum Rundfahrt-Spezialisten. "Dieser Sieg ist sehr wichtig für mich, er beweist mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin." Im Gelben Trikot bot er seine bisher stärkste Leistung in einem längeren Zeitfahren. "Es liegt auch am Kopf, man muss von seinem Vermögen überzeugt sein", erklärte der Etappensieger vom Kitzbüheler Horn.

7. Etappe (Podersdorf am See - Illmitz - Podersdorf/26,3 km):
1. Koos Moerenhout (NED) Rabobank 31:36,61 Minuten
2. Svein Tuft (CAN) Garmin-Slipstreamk + 1,65 Sekunden
3. Laszlo Bodrogi (FRA) 14,80
4. Ian Stannard (GBR) 21,17
5. Michael Albasini (SUI) Columbia 36,61
6. Ruslan Pidgornij (UKR) ISD-Neri 36,99
7. Marcus Burghardt (GER) Columbia 40,41
8. Martin Velits (SVK) Milram 42,05
9. Eloy Teruel Rovira (ESP) Contentpolis 42,61
10. Dario Cataldo (ITA) Quick Step 44,57
Weiter:
31. Matthias Brändle (AUT) Elk Haus 1:46,94
37. Riccardo Zoidl (AUT) ARBÖ Wels 1:57,69
38. Markus Eibegger (AUT) Elk Haus 2:00,06
40. Stefan Denifl (AUT) Elk Haus 2:03,19

Gesamtwertung:
1. Albasini 25:40:34 Stunden
2. Pidgornij + 1:12 Minuten
3. Stanislau Samojlaw (BLR) Quick Step 2:20
4. Kevin Seeldraeyers (BEL) Quick Step 2:42
5. Francesco Reda (ITA) Quick Step 2:51
6. Pieter Weening (NED) Rabobank 2:59
7. Gianpaolo Caruso (ITA) Ceramica 3:05
8. Denifl 3:37
9. Jelle Vanendert (BEL) Silence-Lotto 5:30
10. Thomas Peterson (USA) Garmin-Slipstream 5:36.
Weiter:
14. Brändle 7:51
40. Harald Starzengruber (AUT) Elk Haus 30:48
43. Eibegger 30:56

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