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Sensation

Tennis-Beauty Ivanovic in Wimbledon gescheitert

Die Serbin verlor in der dritten Runde gegen die Nummer 133 der Weltrangliste. Roger Federer kam locker weiter.

Zheng Jie, Weltranglisten-133., hat in der dritten Runde des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon für die große Sensation gesorgt. Die 24-jährige Chinesin eliminierte mit Ana Ivanovic am Freitag die Nummer eins der Damen-Tenniswelt. Keine Blöße gab sich Ivanovics männliches Pendant Roger Federer: Der Schweizer Weltranglisten-Erste stürmte nach eineinhalbstündiger Regenpause gegen den Franzosen Marc Giquel im Eiltempo ins Achtelfinale.

Peya im Doppel weiter
Im Doppelbewerb der Herren zog Alexander Peya mit dem Deutschen Philipp Petzschner ins Achtelfinale ein. Das Duo schaltete in Runde zwei die serbische Paarung Janko Tipsarevic/Viktor Troicki glatt mit 6:4,6:4,6:3 aus und bekommt es nun mit den an 15 gesetzten Niederländern Christopher Kas und Rogier Wassen zu tun.

Für Jürgen Melzer war im Doppel dagegen in der zweiten Runde Endstation. Der Deutsch-Wagramer unterlag mit dem Schweden Thomas Johansson dem französischen Duo Julien Benneteau und Nicolas Mahut klar mit 6:7(2),4:6,3:6. Melzer ist am Samstag noch in der dritten Runde des Einzelbewerbs gegen den Franzosen Arnaud Clement (2. Spiel nach 13.00 Uhr) im Einsatz.

Favoritensterben
In Wimbledon setzte sich auch am Freitag das Favoritensterben fort. Nach der früheren Weltranglisten-Ersten Maria Scharopowa, Australian-Open-Sieger Novak Djokovic und Andy Roddick musste nun auch die topgesetzte Serbin Ivanovic die Koffer packen. Die Weltranglisten-Erste hatte sich noch zwei Tage zuvor "mit Hilfe von oben", wie sie später eingestand, in die dritte Runde gerettet. Zwei Matchbälle (samt Unterstützung der Netzkante) hatte sie bei ihrem Dreisatz-Sieg über die Französin Nathalie Dechy abgewehrt.

48 Stunden später riss die Glückssträhne. Die French-Open-Siegerin ging gegen die Weltranglisten-133. Zheng Jie sang- und klanglos mit 1:6,4:6 unter. "Das ist so eine Überraschung", konnte Ivanovics chinesische Kontrahentin ihren Sieg nach Spielende kaum in Worte fassen.

Kusnezowa weiter
Anders als die Weltranglisten-Erste wurde die an vier gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa ihrer Favoritenrolle gerecht und bezwang in der dritten Runde die Tschechin Barbora Zahlavova klar mit 6:2,6:4. Kusnezowa machte sich damit selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Nach dem Spiel sagte sie: "Natürlich willst du gewinnen, sonst ist das ja ein schlechter Geburtstag."

Auf dem Weg ins Achtelfinale hat sich Titelverteidiger Federer in der dritten Runde auch vom ersten Regen in Wimbledon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nach eineinhalb Stunden altbekannter Warterei bei den All England Championships hatte es der Schweizer am Freitag eilig und besiegte den Franzosen Marc Giquel (Weltranglisten-53.) in nur 81 Minuten mit 6:3,6:3,6:1. "Ich bin wieder ohne Satzverlust geblieben. Das macht mich natürlich sehr zufrieden und froh", sagte der 26-Jährige nach dem 62. Sieg in Serie auf Rasen.

Vier Siege fehlen
Nur noch vier Spiele trennen Federer vom sechsten Grand-Slam-Triumph in London in Serie und einem neuen Rekord. Im Achtelfinale wird sich dem Schweizer Lleyton Hewitt in den Weg stellen. Der Australier setzte sich am Freitag in 2:04 Stunden mit 6:1,6:3,7:6 (2) gegen Simone Bolelli aus Italien durch.

Das Achtelfinal-Duell zwischen Federer und Hewitt wird mit Spannung erwartet, den der Australier hatte 2002 auf dem "Heiligen Rasen" triumphiert. Der 27-Jährige ist somit der letzte Wimbledon-Sieger, der nicht auf den Namen Federer hört. In den direkten Duellen hat der Tenniskönig aus der Schweiz mit 13:7 die Nase vorne.