Nach ihrem Zweitrundenerfolg bei den French Open am Donnerstag äußerte sich Anastasia Potapova ganz offen zu den Umständen ihres Nationenwechsels.
"Es war Zufall", betonte Potapova, die aufgrund ihrer einstigen Staatsangehörigkeit mit Problemen zu kämpfen hatte.
"Ich muss ehrlich sein. Am Anfang war es Zufall", erklärte die gebürtige Russin, die nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eigenen Angaben nach mehrere Optionen auf dem Tisch liegen hatte. "Er (der österreichische, Anm.) ist einer der besten Pässe, es ist eines der besten Länder in der EU." Ihre Anwälte hätten ihr eine 50:50-Chance eingeräumt. "Ich habe mich dann für Österreich entschieden und bin dabei geblieben." Sie habe den Pass wegen ihrer sportlichen Erfolge erhalten. "Er ist schwer zu bekommen, auch wenn du gut bist."
Potapova: "Noch nie so viel Support"
Potapova berichtete nicht zuletzt von ständigen Visa-Problemen. "Manche haben gesagt, es ist dumm, wegen der Visas (die Staatsbürgerschaft, Anm.) zu wechseln. Aber diese Leute haben diese Probleme nie gehabt. Das ist wirklich schwierig", sagte die 25-Jährige, die nun "wirklich glücklich" sei - in jeder Hinsicht. "Es gibt viel mehr Möglichkeiten, sich auf und abseits des Platzes zu entwickeln", betonte Potapova, berichtete aber auch von der wohltuenden Wirkung der rot-weiß-roten Fan-Unterstützung. "Das macht mich sehr glücklich, ich hatte noch nie so viel Support. Vielleicht gibt mir das auch mehr Power."
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Ein Tennis-Schmankerl wartet in der dritten Runde der French Open auf die 26-Jährige. Österreichs Nummer eins bekommt es am Samstag (nicht vor 16 Uhr) mit Titelverteidigerin Coco Gauff zu tun und blickt dem Duell begeistert entgegen.