Ab 2026 wird es in Wimbledon zum ersten Mal einen Videoschiedsrichter geben. Auf insgesamt sechs Plätzen soll die Video-Review-Technologie Entscheidungen überprüfen.
In einer Mitteilung erklärt der All England Club (Tennisverein in Wimbledon und Austragungsort des Turniers): "Zum ersten Mal in der Geschichte der Championships können die Spieler die Nutzung der Video-Review-Technologie beantragen, um bestimmte Entscheidungen des Stuhlschiedsrichters überprüfen zu lassen. Sie können Entscheidungen wie ‚Nicht im Spiel‘, ‚Foul‘ und ‚Touch‘ überprüfen lassen."
- Alcaraz scheitert in Miami schon in Runde 3
- Lilli Tagger scheitert in zweiter Miami-Runde
- Tagger in 2. Miami-Runde und vor Sprung in Top 100
Unter "Nicht im Spiel" versteht man, wenn der Ball im Feld oder Aus war. "Foul" sind jegliche Regelverstöße, wie etwa Fußfehler oder Doppelfehler. Bei einem "Touch" wird kontrolliert, ob der Spieler oder dessen Schläger den Ball berührt hat, bevor der Ball etwa im Aus war oder ein Punkt entschieden wurde.
Einsatz auf sechs Plätzen
Die Neuheit gilt schon beim diesjährigen Grand Slam in Wimbledon. Vom 29. Juni bis 12. Juli kommt die Technologie auf sechs Plätzen zum Einsatz.
In der Erklärung schreiben die Organisatoren: "Die Videoüberprüfung wird während des Turniers 2026 auf dem Centre Court, Court Nr. 1, Court Nr. 2, Court Nr. 3, Court Nr. 12 und Court Nr. 18 verfügbar sein. Zudem wird das elektronische Linienrichter-System verbessert, unter anderem durch visuelle Anzeigen für ‚Aus‘- und ‚Fehler‘-Entscheidungen auf den Anzeigetafeln. Diese Verbesserung wurde aufgrund von Rückmeldungen nach der Einführung der elektronischen Live-Linienrichter-Entscheidungen im letzten Jahr vorgenommen."
Drittes Grand Slam mit dieser Technologie
Seit 2023 wird schon bei der French Open der Videoschiedsrichter verwendet. Die Australian Open führte die Technologie im Jahr 2025 ein. Nun zieht Wimbledon als dritter Grand Slam nach.
Das älteste Grand-Slam-Turnier hat im vergangenen Jahr erstmals keine Linienrichter mehr eingesetzt. Auf allen Plätzen traf der sogenannte "Electronic Line Calling" jegliche Millimeterentscheidungen. Die Technik entscheidet, ob der Ball innerhalb oder außerhalb des Felds war.