Trainier-Beben

Alles neu beim ÖSV: Wer folgt Assinger nach?

Nach einer durchwachsenen Weltcupsaison und den für die Alpinen doch enttäuschenden Alpinbewerben bei Olympia in Mailand/Cortina rauchen bei den ÖSV-Verantwortlichen die Köpfe. 

Im Damen-Team bleibt trotz des Kristallkugel-Gewinnes von Julia Scheib im Riesentorlauf kein Stein auf dem anderen. Cheftrainer Roland Assinger hat am Montag seinen Rücktritt mit Saisonende bekanntgegeben.

Auf der Suche nach einem möglichen Nachfolger tappen auch Insider im Dunkeln. Als Wunschkandidat gilt Meinhard Tatschl, der sich vor Jahren als Trainer von Anna Veith einen Namen gemacht hat. Seither kümmert sich der Kärntner sehr erfolgreich um schwerverletzte Rennläuferinnen und deren Rückkehr in den Weltcup.

Wunschkandidat Tatschl: Tut er sich das an?

So schwärmten z. B. Nicole Schmidhofer oder Nina Ortlieb in höchsten Tönen über den Comeback-Trainer. Zudem gilt Tatschl als „Frauenversteher“. Die große Frage sei allerdings, so eine ÖSV-Insiderin, „ob sich der Meini diesen Job antun will.“ Denkbar wäre auch ein Comeback vom früheren Damenchef Herbert Mandl.

Vor Assinger, der, ausgelöst von Ex-Weltmeisterin Stephanie Venier, auch viel Kritik von Rennläuferinnen-Seite einstecken musste, hatten sich Christian Mitter und Thomas Trinker als Frauen-Cheftrainer aufgerieben. Mitter hatte bei seinem Abschied 2022 gemeint, er wolle wieder „mit Athleten arbeiten, die motiviert sind und was erreichen wollen“. Seit April 2025 ist der Steirer zurück beim ÖSV – als Alpinchef. 

Auch der Vertrag von Adlerchef Widhölzl läuft aus

Als solcher will sich Mitter auch verstärkt um den Nachwuchs kümmern. Dort stellte Sportdirektor Mario Stecher am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf der Turracher Höhe die Weichen für die Zukunft. An seiner Seite: Triple-Olympiasieger Matthias Mayer, der sich verstärkt um die heimischen Zukunftshoffnungen kümmern will. Mit der Verlängerung von Herrenchef Marko Pfeifer um weitere zwei Jahre setzte Stecher ein Zeichen Richtung Kontinuität.

Die Alpinen sind übrigens nicht Stechers einzige „Baustelle“: Mit Saisonende läuft der Vertrag von Skisprung-Erfolgscheftrainer Andreas Widhölzl aus. Der ehemalige Skispringer will weitermachen: "Aber natürlich muss mich der Skiverband auch wollen."

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