Matthias Mayer

ski-herren

Mayer greift in Gröden nach der Gesamtführung

Artikel teilen

Nach dem Formel-1-Showdown dürfen sich die Sportfans jetzt auf Ski-Leckerbissen freuen.

Für Ski-Fans sind die kommenden Tage schon so was wie vorgezogene Weihnachten. Der Abfahrts-Klassiker in Gröden lockte schon zu Franz-Klammer-Zeiten Millionen vor die heimischen TV-Schirme. "Zum Zuschauen und zum Selber-Fahren ist das eine der schönsten Abfahrten", sagt Abfahrts-Rekordsieger Franz Klammer.

Rekord-Abfahrtssieger Klammer drückt Daumen

39 Jahre nach dem letzten von vier Klammer-Siegen hat ein anderer Kärntner zwei Chancen auf der berühmten Saslong: Doppel-Olmypiasieger Matthias Mayer (Abfahrt 2014, Super-G 2018) zählt sowohl im Super-G am Freitag als auch beim Abfahrts-Klassiker am Samstag (11.45 Uhr, ORF 1 live) zum engsten Favoritenkreis.

Nebenbei greift Mayer nach der Gesamtweltcup-Führung: Hat sein Schweizer Gegenspieler Marco Odermatt letzten Samstag beim Riesentorlauf in Val d'Isère den Hunderter abgeräumt, liegen für Speed-Ass Mayer jetzt wie gesagt 200 Punkte im Jackpot. 136 Punkte fehlen Mayer auf den führenden Gesamtweltcup-Favoriten.

Nach Geisterrennen wieder Fan-Party

Gut für unsere Ski-Helden: Nach der pandemiebedingten Geisterveranstaltung vor einem Jahr dürfen die Mayer-Fans diesmal wieder auf der Tribüne im Grödnertal für Stimmung sorgen. Moralische Unterstützung kann "Mothl" auch gut gebrauchen. Denn auf der Saslong hatte er sich 2015 böse verletzt: Schwerer Sturz nach einem viel zu weiten Sprung, gebrochener Rückenwirbel (wobei der Rettungs-Airbag Schlimmeres verhinderte).

Mit Platz 3 im Super-G 2017 versöhnte sich Mayer mit Gröden, im Vorjahr verpasste er als Super-G-Vierter knapp das Podest. In der Abfahrt hatte er eine Schrecksekunde an der Sturzstelle, rettete sich aber als Zehnter ins Ziel und meinte sarkastisch: "Das wird wohl keine Liebesbeziehung mehr."

Gerade deswegen sind die Trainingsläufe (ab heute, 9.30 Uhr) auf der Saslong mit den gefürchteten Kamelbuckeln und der Ciaslat-Wiesn, auf der die Rennläufer, so Klammer, "mit viel Gefühl die Stoßdämpfer ausfahren müssen", so wichtig.

Der Sieg in der Abfahrt 2020 ging übrigens an Aleksander Aamodt Kilde, der auch heuer zu den Topfavoriten zählt. Im Gesamtweltcup lauert der norwegische Freund von US-Superstar Mikaela Shiffrin auf Platz drei, 81 Punkte hinter dem Top-Österreicher. Letzter ÖSV-Sieger in Gröden ist übrigens Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr, der 2019 im Super-G zuschlug. Max Franz gewann 2016 in der Abfahrt und erklärte Gröden darauf hin zu seinem Lieblingsort.

OE24 Logo