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Jubel für klischeehaften

Salzburger Festspiele

Jubel für klischeehaften "Macbeth"

Die zweite große Opern-Neuproduktion der Salzburger Festspiele 2011 ist ein Erfolg. Das Premierenpublikum hat Giuseppe Verdis Shakespeare-Drama "Macbeth" gestern, Mittwoch, kurz vor Mitternacht einhellig bejubelt. Die Begeisterung in der Felsenreitschule galt sowohl dem in fast allen Rollen hervorragenden Solisten-Ensemble als auch den Wiener Philharmonikern und Dirigent Riccardo Muti, der gute Tempi fand, das Bühnengeschehen vor allem mit dem groß dimensionierten Wiener Staatsopernchor aber nicht immer im Griff hatte. Und sie galt auch Regisseur Peter Stein für seine konventionelle, historisierende Inszenierung.

Altmodische Italianità
Althergebrachte, ja altmodische Italianità in bester Karajan-Tradition zieht beim Opernpublikum. Inhaltlich ist Steins Regie ein wenig unbeleckt, aber handwerklich gut gemacht. Alles funktioniert und dient den Sängern, wirkt aber vorhersehbar, eindimensional und klischeehaft. Aber es traf den Geschmack des Salzburger Opernpublikums.

Die beiden Hauptdarsteller Tatjana Serjan als "Lady Macbeth" und Zeljko Lucic als "Macbeth" haben hervorragende Arbeit geleistet - beide gaben makellos gute Vorstellungen mit großen, gut kontrollierten Stimmen. Die beiden trugen die Salzburger "Macbeth" und verfeinerten dieses Fest der guten alten, aber harmlosen Oper.

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