Bruno Mars löste Kreisch-Alarm aus

Stadthallen-Konzert

Bruno Mars löste Kreisch-Alarm aus

"Girls' Day": Bruno Mars ist am Mittwoch, 12.10., in der Wiener Stadthalle gelandet - und seine überwiegend weiblichen Fans verwandelten die Location in einen regelrechten Kreisch-Berg.

Jugendliches Publikum
Der gerade 26 Jahre "alt" gewordene Hawaiianer ist zwar schon jetzt, mit genau einem Album in der Diskografie ("Doo-Wops and Hooligans"), ein Pop-Star, vor allem aber ein Pop-Musiker: Lässig mischt er Pop, Reggae und Dub mit einem Hauch Rockabilly a la Elvis und - natürlich - einer Brise Südseeschmalz. Dass eine solche Mischung beim - sehr - jugendlichen Publikum überhaupt ankommen kann, liegt an der souveränen Art, mit der sich Bruno Mars offensichtlich nicht nur im Studio bewegt, sondern vor allem auch auf der Bühne. Großartig die Stimme - meist glockenhell, immer dominant, nie schrill - locker der Wechsel von Gitarre zum Keyboard, äußerst präsent seine Bühnenperformance - immer nett, aber immer auch klar, wer da der Chef ist.

Bombast-Sound
Und vor allem: Bruno Mars nudelt seine Songs nicht als platte Kopien der Studioversionen runter. Wohltuend ist dies etwa beim "Liquor Store Blues", den er mit seiner sehr guten Band als ganz scharfen Reggae serviert - im Gegensatz zur super-soften Langweiler-Albumversion, was wohl am Gueststar Damian Marley liegen dürfte (den man als Neuling wohl vor allem für die Marketing-Aufkleber auf den CD-Covers braucht). Und beim Kracher "Catch A Granade" bremst Bruno Mars den anfänglichen Bombast-Sound ganz runter auf eine eindringliche Passage, in der nur seine Stimme und seine E-Gitarre die Fans in Bann ziehen.

Skylar Grey als Voract
Wer nur ein Album veröffentlicht hat, dessen Repertoire ist naturgemäß ein bissl eingeschränkt: Daher ist der tolle Auftritt in Wien nach rund eineinhalb Stunden mit "Just The Way You Are" auch - fast - zu Ende. Als einzige Zugabe gibt's noch "It Will Rain", den Vorboten für das zweite Bruno Mars-Album. Dafür holte er sich Skylar Grey auf die Bühne - die US-Singer-Songwriterin mit dem Erstlings-Hit "Invisible" hatte das Vorprogramm grandios absolviert.

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