Vegan genießen mit Starkoch Gaz Oakley

Pflanzenbasiertes Rezeptbuch

Vegan genießen mit Starkoch Gaz Oakley

Vegan kochen muss nicht kompliziert sein und kann traumhaft schmecken – das beweist Starkoch Gaz Oakley mit seinem neuen Kochbuch „Plants Only“.

Mit 70 geschmackvollen Rezepten, die größtenteils einfach und schnell zubereitet werden können, zeigt der junge Koch, dass vegane Ernährung längst alltagstauglich ist. Zusätzlich vereinfacht werden die Rezepte durch Symbole, die beispielsweise den Proteingehalt der Gerichte angeben. Vieles kann auch im Sinne des „Meal Prep“-Trends für eine ganze Woche vorgekocht werden. So wird pflanzenbasiert kochen praktisch und leicht verständlich – egal ob Sie Tierprodukten seit Jahren entsagen oder nur einmal in der Woche mit der veganen Küche experimentieren wollen.

COOKING hat einen ersten Einblick in die Welt von Gaz Oakley bekommen und präsentiert drei geschmackvolle Rezepte aus „Plants Only“:

Süß-Scharfer Kochbananensalat

Zutaten für 4 Personen

  • 1 EL Kokosöl
  • 2 reife Kochbananen, geschält und schräg in 2 cm dicke Stücke geschnitten
  • 1 TL Meersalz
  • ½ Mango, gewürfelt
  • 1 rote Zwiebel, fein geschnitten
  • 1 Avocado, gewürfelt
  • 1 rote Chilischote, fein geschnitten
  • 1 Handvoll frischer Koriander, fein gehackt
  • 1 rote Paprikaschote, entkernt und gewürfelt
  • 1 x 400 g Dose Augenbohnen oder Bohnen nach Wahl, abgetropft und abgespült
  • 2 EL gemischte Samen
  • Saft von 1 Limette
  • 2 EL Ahornsirup oder Agavennektar
  • 1 EL Sojasoße oder Tamari

Zubereitung

Eine antihaftbeschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze auf den Herd stellen und das Kokosöl hineingeben. Wenn das Öl heiß ist, die Kochbananen hinzufügen. Die Scheiben auf beiden Seiten 2 bis 3 Minuten braten. Dabei sicherstellen, dass die Bananen schön karamellisiert werden.

Nach dem Braten die Bananenscheiben aus der Pfanne nehmen und auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, um überschüssiges Öl aufzusaugen. Mit dem Meersalz würzen.

Die gebratene Kochbanane mit allen restlichen Salatzutaten in eine große Schüssel geben. Den Salat ein wenig schwenken, dann sofort servieren.

© Simon Smith

 

Kürbis mit Käsefüllung

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Butternusskürbis, längs halbiert, Samen entfernt
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Lauch, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 EL frischer Salbei, fein gehackt

Für die Käsesoße

  • 750 ml (3 cups) Sojamilch oder Cashewmilch
  • ½ Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • je 1 Prise Meersalz und Pfeffer
  • 60 g (¼ cup) vegane Margarine
  • 30 g (¼ cup) Weizenmehl oder glutenfreies Mehl
  • 50 g (½ cup) veganer Käse, gerieben (optional)
  • 1 EL Nährhefe (optional)

Zum Anrichten mit getrockneten Chiliflocken bestreuen

 

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Kürbis auf ein Backblech legen und im Ofen backen, bis er weich ist. Dies sollte ungefähr 40 Minuten dauern. Den Kürbis aus dem Ofen nehmen, aber den Ofen nicht ausschalten.

Das Kürbisfleisch herauslöffeln, dabei an den Rändern etwa 1 cm Fleisch übriglassen. Das Fleisch beiseitelegen. Die ausgehöhlten Kürbishälften wieder auf das Backblech setzen.

Für die Zubereitung der Soße die Milch mit der Zwiebel, dem Lorbeerblatt, der Muskatnuss und den Gewürzen in einen Topf geben und diesen bei niedriger Hitze auf den Herd stellen.

Das Öl in eine mittelgroße antihaftbeschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze auf den Herd setzen. Lauch, Knoblauch und Salbei 3 bis 4 Minuten darin anbraten. Dann vom Herd nehmen.

In einem weiteren Topf die Margarine für die Soße bei geringer Temperatur erhitzen. Wenn die Margarine geschmolzen ist, das Mehl hinzufügen und gut einrühren. Die Mischung unter ständigem Rühren einige Minuten lang erhitzen, um das Mehl auszukochen. Es sollte eine pastöse Konsistenz bekommen.

Nach und nach die aromatisierte Milch unterrühren. Sobald die gesamte Milch hinzugefügt wurde, sollte die Soße cremig sein. Wer sie noch käsiger haben möchten, fügt den veganen Käse und die Nährhefe hinzu.

Die Lauchmischung und ein wenig des zurückbehaltenen Kürbisfleischs, oder das gesamte Kürbisfleisch, unter die Käsesoße heben und die Mischung in die ausgehöhlten Kürbishälften geben. Den gefüllten Kürbis 20 Minuten lang, oder bis er schön golden ist, backen.

Mit einer Prise Chiliflocken bestreut servieren.

© Simon Smith

 

Scharfer und fruchtiger indischer ‚Hühner‘-Curry-Pie

Zutaten für 4-6 Portionen

  • 3 EL Pflanzenöl
  • 2 Kardamomkapseln
  • 4 frische oder getrocknete Curryblätter
  • 1 Zimtstange
  • 1 grüne Chilischote, längs halbiert
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 5 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 EL frischer Ingwer, gehackt
  • 1 TL Senfkörner
  • ½ TL Kurkuma, gemahlen
  • 2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss
  •  2 TL Meersalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 200 g (2 cups) veganes „Hühnchen“ oder veganes Protein nach Wahl
  • 2 Äpfel, geschält und gewürfelt
  • 1 x 400 g Dose gehackte Tomaten
  • 1 Handvoll Koriander, gehackt
  • 500 g rollfertiger Blätterteig
  • Weizenmehl oder glutenfreies Mehl, zum Ausrollen

Für die Glasur

  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Pflanzenmilch

 

Zubereitung

Einen großen antihaftbeschichteten Topf bei schwacher Hitze auf den Herd stellen und das Öl hinzufügen. Wenn das Öl heiß ist, die Kardamomkapseln, Curryblätter, Zimtstange und die grüne Chili hineingeben. Das Öl nun einige Minuten mit den Gewürzen ziehen lassen, damit diese ihre Aromen freigeben. Dann Zwiebel, Knoblauch und Ingwer hinzufügen. Alles zusammen für 10 Minuten kochen lassen. Es ist wichtig, dass die Zwiebeln schön goldfarben werden – dadurch wird ihr gesamter Zucker freigesetzt, was dem Curry einen tollen Grundgeschmack verleiht.

Sobald die Zwiebeln goldfarben sind, alle restlichen Gewürze und das Meersalz hinzufügen. Einige Minuten garen lassen, dabei häufig umrühren.

Nun das Tomatenmark, das vegane Hühnchen und die Äpfel hinzugeben. Gut umrühren, damit das Huhn und der Apfel mit all den Aromen überzogen werden.

Dann die gehackten Tomaten und etwa 240 ml Wasser hinzufügen – nutzen Sie einfach die Tomatendose, waschen sie mit Wasser aus und fügen dieses Wasser hinzu. Alles gut miteinander verrühren. Nun einen Deckel auf den Topf geben und das Curry 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.

Nach 20 Minuten sollte das Curry eingedickt sein, schön riechen und die Äpfel weich geworden sein. Den Herd ausstellen, um das Curry etwas abkühlen zu lassen.

Vor der Zubereitung des Pies den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2,5 cm größer ausrollen, als die verwendete Auflaufform ist. Er sollte etwa 3 mm dick sein.

Alle Zutaten für die Glasur in einer kleinen Schüssel miteinander verrühren.

Das Curry in die Auflaufform geben und mit dem Blätterteig belegen. Die Teigränder mit den Fingern zusammendrücken und die Glasur darüberstreichen. Möglich ist, mit einem Messer einen kleinen Einschnitt in der Mitte des Teigs zu machen und einen Pastetenschornstein einzuführen, damit die Luft beim Backen des Pies entweichen kann – aber das ist nicht unbedingt notwendig.

Den Pie auf die mittlere Schiene des Ofens schieben und 30 Minuten lang backen. Sobald der Blätterteig gut aufgeblättert und schön goldbraun ist, servieren.

© Simon Smith

 

"Plants Only" von Gaz Oakley erscheint am 15. September im Unimedica Verlag.

© Unimedica Verlag