Intensive Frühblüher

Allergiker aufgepasst! Pollensaison 2026 beginnt - das müssen Sie JETZT wissen

Laut dem Pollenservice der MedUni Wien werden die Frühblüher 2026 intensiver.

Allergiker:innen blieben 2025 von den Pollen verschont, denn der Pollenflug für die meisten Hauptallergene war im vergangenen Jahr durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Doch für 2026 gibt es wieder schlechte Nachrichten: die Haseln, insbesondere die Baumhasel, zeigt einen reichlichen Besatz mit Kätzchen und damit Potenzial für intensiveren Pollenflug. Zudem startet die Blüte der Hasel später als in den vergangenen Jahren.

Auch die Birke zeigt ein ähnliches Muster: die Bäume haben einen zahlreicheren Bestand an männlichen Blühständen als letztes Jahr. Pollen von Hasel, Erle und Birke sind kreuzreaktiv aufgrund ihrer Verwandtschaft. Das bedeutet für betroffene Allergiker:innen eine möglicherweise intensivere Saison der Frühblüher insgesamt und Vorsicht beim Genuss von potenziellen kreuzreaktiven Lebensmitteln (z.B. Nüsse, Karotte, Apfel). Selbstbeobachtung und Beobachtung der Pflanzen im Umfeld, auf die man reagiert, werden nun wichtig. 

Allergiker aufgepasst! Pollensaison 2026 beginnt - das müssen Sie JETZT wissen
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Erster Pollenflug bereits zu Weihnachten

Die eigentliche Pollensaison 2026 lässt – gemessen an der Blüte der Hasel – noch auf sich warten. Dennoch begann bereits um Weihnachten die Purpurerle (Alnus × spaethii) zu blühen. Diese Kreuzung ist zwar gut an das Stadtklima angepasst und besonders frühblühend, ihr Pollenflug war jedoch aufgrund ihres vergleichsweise seltenen Vorkommens nur schwach messbar. Andere Erlenarten folgen erst später, während die Hasel bereits in den Startlöchern steht: Erste Haselkätzchen sind nun blühbereit. Pollenallergiker:innen sollten sich daher schon jetzt auf die kommende Saison vorbereiten. 

Haselpollensaison wird 2026 intensiver

Die Haseln zeigen einen überdurchschnittlichen Besatz mit Kätzchen. Wenn die Bedinungen günstig sind, kann das in eine überdurchschnittliche Blüte münden. Die Wetterbedinungen während der Blüte sind entscheidend. „Die Haselpollensaison hat das Potenzial intensiver zu werden als letztes Jahr. In Wien trägt dazu vor allem die Baumhasel, die als Stadtbaum eingesetzt wird, bei.“, berichtet Katharina Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien.

Der Pollenflug der Hasel hat noch nicht verbreitet eingesetzt, und das liegt am kühleren Winter, der für einen späteren Start als in den letzten Jahren sorgt. Allerdings haben erste Pflanzen die Blühbereitschaft an sonnigen Standorten bereits erreicht. Aus unserem Nachbarland, Deutschland, gab es gar schon Berichte von ersten blühenden Haseln Mitte Dezember. Bei Sonnenschein und Temperaturen ab 5°C muss nun auch in Wien und im Osten Österreichs mit erstem Pollenflug gerechnet werden. Selbst die Augen offen zu halten, ist äußerst sinnvoll wie Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien empfiehlt: „Blühende Pflanzen zu erkennen und die Nähe zu meiden, ist ein großer Vorteil. Die Pollenkonzentrationen sind in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher.“

Pollen
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Erlenpollensaison komplex

Die Erlenpollensaison kommt durch die Blüte mehrerer Erlenarten zustande. Zuallerst blüht die Purpurerle, die mittlerweile schon im Abblühen ist. Gefolgt von der Grau- und der Schwarzerle, die abhängig von der Temperaturentwicklung meist erst ab Februar für Pollenflug sorgen. Die Grauerle (Alnus incana) ist in Wien seltener anzutreffen als die Schwarzerle (Alnus glutinosa). „Bei einer Erlenpollenallergie sollte man auf Spaziergängen Auen und die Nähe zur Donau meiden.“, rät Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien.

Birkenpollensaison intensiver

Auf die äußerst unterdurchschnittliche Birkenpollensaison 2025 folgt nun die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Blüte der Birke in diesem Jahr. Der Besatz mit Kätzchen ist überdurchschnittlich, das Potenzial ist daher gegeben. Wichtig sind aber die Wetterbedingungen während der Blüte – insofern ist es noch fraglich ob der Birkenpollenflug sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

Die „Frühblüher“

Hasel, Erle und Birke gehören zur Familie der Birkengewächse. Durch die nahe Verwandtschaft besteht die Möglichkeit einer Kreuzallergie, sodass man auch auf einen kreuzreaktiven Pollentyp reagieren kann. Pollenallergiker:innen, die auf Frühblüher sensibilisiert sind, müssen sich auf ein intensiveres Jahr vorbereiten und auch auf Kreuzreaktionen zu Nahrungsmitteln (Nüsse, Apfel, Karotte etc.) achten.

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