Für die leidenschaftliche Familienfrau Maite Kelly bricht eine hochemotionale Zeit des Umbruchs an, die die Sängerin zu einem radikalen symbolischen Befreiungsschlag veranlasste.
Es ist jene Zäsur im Leben einer Mutter, die man herbeisehnt und zugleich fürchtet: Maite Kelly (46) sieht sich mit dem Aufbruch ihrer Kinder in die Eigenständigkeit konfrontiert – ein Umstand, der die tief verwurzelte Familienfrau sichtlich bewegt.
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Wenn das „Nest“ leerer wird
Für Maite Kelly, die Zeit ihres Lebens die Wärme und den Zusammenhalt einer Großfamilie als höchstes Gut zelebrierte, markiert das heurige Jahr eine emotionale Wende. Die Geborgenheit des elterlichen Heims weicht der Realität des Erwachsenwerdens. Nun gilt es für die Künstlerin, jene Stärke zu beweisen, die das Loslassen erfordert.
Den Anfang machte unlängst ihre älteste Tochter Agnès. Mit 19 Jahren wählte sie den mutigen Pfad eines Studiums in der Ferne. Während für die junge Frau ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, bleibt für die Mutter die Wehmut zurück. Maite Kelly agierte zunächst als verlässlicher Anker, koordinierte die Vorbereitungen und packte beim Umzug tatkräftig mit an. Doch die mütterliche Fassade bröckelte im Augenblick des finalen Abschieds. „Ich setzte mich ins Auto und habe durchgeheult“, räumt sie mit entwaffnender Offenheit ein.
Ein Leuchtturm für die Zukunft
Die kommenden Jahre werden für die passionierte Mutter eine Umstellung bedeuten, wenn nach und nach alle drei Töchter ihre eigenen Wege beschreiten. Doch Maite Kelly wäre nicht sie selbst, würde sie dieser Leere nicht mit einer hoffnungsvollen Geste begegnen: Sie möchte ihrer Erstgeborenen „einen Leuchtturm bauen“ – ein Sinnbild dafür, dass die Heimat stets ein sicherer Hafen bleibt.
Parallel zu diesem familiären Umbruch vollzog die Sängerin einen bemerkenswerten symbolischen Akt: Sie verbrannte ihre alten Tagebücher. Ein radikaler Schlussstrich unter vergangene Epochen, um mit freiem Herzen Platz für das Hier und Jetzt zu schaffen.