Thomas Gottschalk

Kein Schalk im Nacken

Gottschalk: Ist sein Stern am sinken?

Anstatt witziger Anti-Bohlen zu sein, gibt Thomas schmähfreien TV-Opi.

Es war jenes TV-Debüt, das mit großer Spannung erwartet wurde: Show-Dino Thomas Gottschalk (62) setzte sich erstmals hinters Jurorenpult beim Supertalent – Seite an Seite mit seinen prominenten wie nicht minder blondierten Kollegen Michelle Hunziker (35) und Dieter Bohlen (58). Der einstige Wetten, dass ..?-Moderator, der als Unterhaltungskönig des ZDF galt, hat’s also getan. Er beschritt neue Fernseh-Wege, die er – wie Kritiker meinen – besser nie eingeschlagen hätte. Denn seit dem Start der RTL-Castingshow regnet es Kritik: schlechte Quoten, schlechter Humor. Medienwissenschaftler warnen Gottschalk inzwischen schon vor einem Imageverlust durch Supertalent. "Gottschalk war der Gottvater der Familienunterhaltung“, sagt etwa Bernhard Pörksen, Tübinger Professor für Medienwissenschaften. "Der Gang in die geschlossene Anstalt der Freak-Shows von RTL ist daher ein Akt mutwilliger Selbstzerstörung, eine Selbstdemontage.“ Er sei vollkommen deplatziert und könne einem nur mehr leidtun, lautete das niederschmetternde Urteil vieler Medienbeobachter.

Quoten im Keller
In der Tat sahen beim Auftakt der sechsten Supertalent-Staffel am Samstag vor einer Woche im Schnitt "nur“ 6,34 Millionen Menschen zu (Marktanteil: 22 Prozent). Im letzten Jahr waren bei der ersten Show noch 7,3 Millionen Zuschauer dabei. Eine Mille weniger also, das ist nicht ohne. Kein Wunder, dass viele sich nun fragen, ob Gottschalk abseits des Unterhaltungsklassikers Wetten, dass  ..? einfach nix reißt. Zur Erinnerung: Auch bei Gottschalks ARD-Talkshow "Gottschalk live“ rutschten die Quoten so lange in den Keller, bis die Vorabendsendung schließlich ganz eingestellt wurde.

Der Showmaster selbst will die Kritik über die mageren Supertalent-Quoten freilich nicht gelten lassen. "Hört mir auf mit schlechten Kritiken und schwachen Quoten, damit macht mir keiner die Stimmung kaputt. Es haben viele zugeschaut und lustig war’s“, so der 62-Jährige zur Bild-Zeitung.

Zu geschaut hat zum Beispiel auch Hans Mahr. Und der fand’s gut. „Die Quotenkritik ist lächerlich, 22 % Marktanteil, das muss man erst mal schaffen. Es gibt immer mehr Castingshows, da ist klar, dass das gesamte Seherpotenzial aufgesplittet wird“, verteidigt der TV-Experte Gottschalks RTL-Debüt. Und dass dem Gottschalk der Schalk nicht mehr ganz so locker im Nacken sitzt? „Ach, der wurde doch schon so oft runtergeschrieben, am besten er liest das alles nicht und macht munter weiter.“ Summa summarum, so Mahr, „funktioniert“ Gottschalk im Supertalent „recht gut“.

Euphorisches Lob hört sich jedenfalls anders an. Weiters ist fraglich, ob "recht gut“ für Gottschalk nicht ein bisserl wenig ist. Denn eigentlich hätte das Spannungsverhältnis zwischen Altmeister Gottschalk und Lästermaul Bohlen das TV-Duell des Jahres werden sollen. Doch im Gegensatz zu den im Trailer angedeuteten Wortgefechten blieb die Konfrontation zwischen den zwei Alphatierchen bislang aus. Während Hunziker nur lieb grinst, will Gottschalk das Publikum mit seinem altväterlichen ZDF-Humor zum Lachen bringen, was aber nur für Stirnrunzeln sorgt. Für Kolumnist und Spitzfeder Dieter Chmelar ein klarer Fall von "Materialermüdung“: "Bohlen klatscht Gottschalk an die Wand, weil der, im Gegensatz zu Gottschalk, knallhart seinen Job macht und auf einschleimende Beliebtheit pfeift. Bemerkenswert, wie die Jahrzehnte-Erscheinungen Schmidt und Gottschalk derzeit (medialen) "Selbstmord mit Anlauf“ begehen. Schmidt hat den Vorteil, dass es ihm erstens wurscht ist und dass er zweitens dabei nicht beobachtet wird“.

Elstner vs. Gottschalk
Als wäre die Niederlage nicht schon perfekt, holte jetzt auch Wetten, dass ..?-Erfinder Frank Elstner zum Thommy-Bashing aus. In seiner Biografie "Wetten Spaß“ wirft Elstner Gottschalk vor, sich für die Interviews mit den Superstars in der Wettshow nicht genug informiert zu haben. "Gottschalk hatte Weltstars auf‘m Sofa und stellte keine vernünftigen Fragen“, so Elstner. "Mit journalistischem Anspruch hatte Wetten, dass ..? nichts zu tun“, rechtfertigte sich Gottschalk. Wie auch immer.

Die Frage, die sich nun stellt, lautet jedenfalls: Warum tut sich Thommy diesen ganzen Zirkus überhaupt noch an? "Ich könnte bei einer Tasse Tee in Malibu sitzen und darüber klagen, wie schlimm das Fernsehen geworden ist, aber lieber spiele ich noch ein bisschen mit.“ Außerdem soll der Show-Dino parallel zum RTL-Engagement eine neue ARD-Show bekommen. Dem Vernehmen nach zur besten Sendezeit. "Bei RTL mache ich derzeit Kinder froh, aber bekannterweise interessieren mich Erwachsene bei der ARD ebenso“, meint Gottschalk kryptisch. Und ein bisserl Schmerzensgeld wird er wohl hier wie da auch kassieren...

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