Das Moderations-Team Swarovski und Ostrowski hat auf der ESC-Bühne gesungen.
Die erste Semifinal-Show des 70. Song Contests ging ohne gröbere Patzer und Aufreger über die Bühne .
ORF strich Swarovski
Zehn Nationen haben sich und ihre Acts fürs große Final am Samstag qualifiziert. Die Nummern gingen zügig voran, doch das Geplänkel des Moderations-teams Swarovski und Ostrowski geriet recht lang. So lang, dass der ORF an einer Stelle lieber Werbung zeigte, als einen Spaß mit Vici .
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Zum Finale zündet die finstere Heavy Metal Lavina, unterstützt von Blitz und Donner, das Höllenfeuer „Kraj meme“. Cool: Im TV wird dazu das Bild wie bei einem Erdbeben verwackelt. Das Nova Rock wäre dennoch passender als der ESC.
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Alicia lässt zu „Pray“ vier Tänzer auf einer Art Sprungschanze rumtoben. Dazu gibt’s viel Gegenlicht und eine von der Sandmalerei inspirierte Video-Choreografie, die ein wenig an den Auftritt von Portugal erinnert.
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13. Boy George als Mogelpackung. Senhit macht zu „Superstar“ vor einem verspiegelten Iglu die Show. Singen, tanzen, springen. Erst für die letzten 46 Sekunden macht die 80er-Jahre-Ikone mit. Für Händchenhalten und 15 Sekunden Gesang!
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12. Lion Ceccah inszeniert „Sólo quiero más“ als Theaterstück: Silberne Gesichtsschminke, ein überdimensionales schwarzes Cape, das ihm auch als Kulisse dient, und letztendlich in sich zusammenbricht, so wie ein Videogeist inklusive.
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11. Bei Essyla lässt die Windmaschine den Bühnenschleier im Schneesturm wehen: „Dancing on the Ice“. Dazu gibt’s eisige Videosequenzen und vier Schneemänner.
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Heiß, heißer, Sarah Engels! Die TV-Queen eröffnet „Fire“ im weißen Mantel, strippt dann zum knappen Gold-Body und legt auch einen inszenierten Bühnensturz hin. Dazu gibt’s vier leichtbekleidete Tänzerinnen, viel Bühnenfeuer und noch mehr Popo-Wackeln.
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10. Der abseits der Bühne stets schwerbeachtete Noam Bettan versteckt sich zur Ethno-Hymne „Michelle“ zunächst in einem überdimensionalen Diamant-Konstrukt und wirbelt dann mit fünf heißen Tänzerinnen über die Bühne.
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9. Das Girl-Trio Vanilla Ninja nimmt sich für den Ohrwurm „Too Epic to Be True“ Anleihen von Bryan Adams. Auch mit plakativen Video-Botschaften, unzähligen Feuer-Fontänen.
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8. Tamara Živković inszeniert die Dance-Pop-Nummer „Nova zora“ als mystischen Drei-Akter. Unterstützt von vier tanzenden Nonnen und düsteren Video-Effekten. Ein Hauch von Dua Lipa für Arme.
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7. Linda Lampenius & Pete Parkkonen, die großen Wett-Favoriten, inszenierten das Klassik-Pop-Crossover „Liekinheitin“ zwischen Beichtstuhl und Sesselberg. Auch mit umstrittener Live-Instrumentalisierung, einem beeindruckenden Sprint und viel Feuer. In Summe auf Perfektion getrimmt, aber ein bisschen gar statisch.
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Sal Da Vinci setzt die Schmacht-Ballade „Per sempre si“ im Theatersetting an. Mit Kostümproben, Videotricks und viel Tanz. Dazu gibt’s eine Braut, die ihr Brautkleid zur italienischen Fahne verwandelt. Dabei gab’s beim Jury-Finale einen kleinen Sturz.
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6. Bzikebi, die ja schon 2008 den Junior Eurovision Song Contest gewannen, zeigen sich zu „On Replay“ als „gelbe Engel“ zwischen ÖAMTC und Postler-Outfit. Dazu gibt’s eine futuristische, von „Tron“ inspirierte Video-Show und jede Menge Feuerwerk.
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5. Der Männergesangsverein Badidos do Cante setzt dann mit „Rosa“ die Anti-These drauf. Altbackener A-cappella-Gesang. Die in schwarz-weiß gehaltene Blumen-Choreo am Video-Screen ist da noch das Aufregendste.
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4. Wirbelwind Akylas setzt den Mitsing-Hit „Ferto“ als witziges Jump-and-Run-Videospiel an. Auch in einer Spiegelbox, auf einem Hausdach und mit waghalsiger Rollerfahrt über die Bühne. Das brachte schon bei der Jury-Show den größten Applaus. Der Geheimfavorit!
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3. Die fünf mit Kutten bekleideten Damen von Lelek finden sich zum Schreigesang „Andromeda“ im Hexenzirkel ein. Düstere Nebelschwaden, mystisches Gesichtsmakeup und religiöse Symbolik inklusive.
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2. Felicia inszeniert den Electropop-Kracher „My System“ als energetische Rotlicht-Show. Mit viel Bühnennebel, ausgeklügelter Laser-Choreografie und einem coolen 3D-Video-Effekt. Da ist alles auf das TV-Publikum getrimmt, in der Halle wirkt die Show fast gar nicht.
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1. Satoshi zündet als Eröffnung des 70. Song Contests zu „Viva Moldova!“ die große Party. Flippig, bunt und exzessiv. Coole Video-Show rund um eine Trickfilm-Puppe, viel Rauch, Feuersalven und einen beeindruckenden Kleider-Trick inklusive. Das sollte ein Final-Ticket bringen.
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Fans vor der Stadthalle
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Fans vor der Stadthalle
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Fans vor der Stadthalle
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Fans vor der Stadthalle
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Fans vor der Stadthalle
Was allerdings in voller Länge zu "genießen" war, ist das Lied "Opposites", das die zwei zusammen mit dem australischen ESC-Star Go-Jo in einer grellen Musical-Manier performte. Der Song dreht sich um den allseits bekannten Schenkelklopfer, der besagt, dass Austria nicht Australia sei. Weil, klar, hierzulande gibt es keine Kängurus.
Klischee olé!
Freilich wurde dann eines auf die Bühne geholt, nebst allen anderen Klischees (Lederhose, Jodeln), die vorstellbar waren. Doch für dieses Lied hätte es, schaut man sich manche Reaktion im Netz an, keine 12 Punkte gegeben. Auf Insta ist zu lesen: "Gott, ist das schlecht", "Das ist alles geklaut - Made in Switzerland war besser"; "Seltsame Wahl", "Ich kritisiere die Show eigentlich nie - aber das war nicht gut", "Warum müssen wir uns das ansehen?"
Ander Stimmen wiederum merken an, dass dieser Part der Show so ironisch war, dass viele ihn vielleicht nicht verstanden haben.