Räumungsklage

Showdown am Freitag: Jacqueline Lugner sagt gegen Simone aus – Zittern um die Villa!

Der Prozess um die Lugner-Villa geht in die nächste Runde. Diesmal werden sowohl Simone als auch Jacqueline als Zeugen aussagen müssen. 

Drei Monate nach den Advent-Einvernahmen steht der Justizpalast erneut im Bann des Erbes von Richard Lugner. Die Zeit der außergerichtlichen Sondierungen scheint ohne Ergebnis verstrichen zu sein, denn am kommenden Freitag (20. März) bittet das Landesgericht für Zivilrechtssachen zur entscheidenden Fortsetzung im Streit um das Wohnrecht in der Döblinger Nobelvilla.

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Das Lugner-Erbe am Scheideweg

Nachdem die vorweihnachtliche Verhandlung im Dezember von den pikanten Aussagen der langjährigen Haushälterin dominiert wurde, steuert der Prozess nun auf seinen emotionalen und juristischen Zenit zu. Am kommenden Freitag steht nicht nur die erneute Einvernahme von Simone Lugner auf der Agenda, die zuletzt aus Zeitgründen vertagt werden musste; es kommt auch zu jenem Moment, den Beobachter als den finalen „Showdown“ bezeichnen: Jacqueline Lugner wird in den Zeugenstand treten.

Gerald Friede und Jacqueline Lugner

Gerald Friede und Jacqueline Lugner

© Tischler

Die Geister der Vergangenheit

Rückblick: Im Dezember sorgte das Personal der Lugner-Residenz für Erschütterung im Lager der Witwe. Die Haushälterin hatte unter Eid zu Protokoll gegeben, dass Simone Lugner in den letzten Lebensmonaten des Baulöwen ominopräsent gewesen sei. Von lediglich „ein bis zwei Tagen“ pro Woche war die Rede, während das Pflegepersonal die Hauptlast der Betreuung getragen habe.

Simone Lugners Rechtsbeistand, Florian Höllwarth, gab sich dennoch bereits im Winter demonstrativ gelassen: „Ich bin sehr zufrieden und denke, dass wir heute überall punkten konnten“, so sein damaliges Resümee. Er betonte, dass die Abwesenheit seiner Mandantin schlicht ihrer beruflichen Tätigkeit geschuldet war – ein Umstand, den Richard Lugner zeitlebens so vorgesehen habe.

Schweigen oder Einigung?

Trotz der im Dezember geäußerten Hoffnung auf „vernünftige Vergleichsvorschläge“ scheint die Front zwischen der Witwe und dem Familienclan verhärteter denn je. Die von Höllwarth avisierte außergerichtliche Einigung blieb bislang ein bloßes Postulat. Nun muss Simone Lugner selbst vor dem Richter Rede und Antwort stehen, um ihre Wohnansprüche in dem prominenten Anwesen zu untermauern.

Simone Lugner mit Anwalt Florian Höllwarth

Simone Lugner mit Anwalt Florian Höllwarth

© Fuhrich

Besondere Brisanz verspricht jedoch die Aussage von Jacqueline Lugner. Als Tochter und zentrale Figur im Lugner-Imperium könnte ihre Schilderung der tatsächlichen Wohn- und Lebensverhältnisse in der Villa das Pendel endgültig in eine Richtung ausschlagen lassen.

 


 

Ein Ende ist nicht in Sicht

Obwohl der kommende Freitag neue Fakten schaffen wird, dämpfte Rechtsanwalt Höllwarth bereits im Vorfeld die Erwartungen auf ein baldiges Urteil: „Ich gehe nicht davon aus, dass der Prozess im März zu Ende ist.“ Dennoch dürften nach diesem Verhandlungstag die „Wohnverhältnisse“, wie es der Anwalt formuliert, deutlich klarer gezeichnet sein – ob zugunsten der Witwe oder der Stiftung, wird sich im Wiener Justizpalast entscheiden.

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