Serie

Braunschlag 1986 - Alles zum TV-Knaller

14 Jahre nach dem Start schickt Regisseur David Schalko sein Starensemble in „Braunschlag 1986“ auf eine skurrile Zeitreise zurück in die Achtziger. 

Eigentlich schien eine Fortsetzung nach dem atomaren Ende der ersten Staffel unmöglich. Doch eine Idee von David Schalko änderte alles: Was passiert, wenn sich ein ganzes Dorf per Verordnung in die „gute alte Zeit“ zurückversetzt? Im neuen Zweiteiler „Braunschlag 1986“ wird genau dieses Experiment gewagt – inklusive analogem Leben und riesigen Telefonen.

Braunschlag 1986
© ORF/Superfilm

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Wiedersehen nach 14 Jahren

Für das Ensemble rund um Roman Palfrader und Nicholas Ofczarek fühlte sich der Dreh wie ein  Nachhausekommen  an. „Es war, als wäre kein Tag vergangen“, beschreibt Palfrader das instinktive Zusammenspiel am Set. Während viele Kollegen sich lange nicht gesehen hatten, fanden sie sofort wieder in ihre Rollen:

  • Gerri Tschach (Roman Palfrader): Der Bürgermeister hat vor Ort die Stellung gehalten und ist „schön verwahrlost“.
  • Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek): Der Discobetreiber ist ebenfalls noch da, merkt aber: „Wir sind gesetzter geworden.“
  • Elfi Tschach (Nina Proll): Sie erinnert sich an die 80er als eine Zeit, in der „alles möglich schien“.

Braunschlag 1986
© ORF/Superfilm

Politik, Intrigen und 80er-Flair

Die Handlung greift aktuelle politische Entwicklungen auf. In St. Pölten zieht nun die „Tante“ statt des „Onkels“ die Fäden, unterstützt von einem rechtspopulistischen Juniorpartner. Um dem Druck von oben zu entgehen, proklamiert der Bürgermeister die Rückkehr ins Jahr 1986. Doch das „Disneyland der 80er“ lockt auch zwielichtige Gestalten an:

  • Investor-Träume: Ein reicher Geldgeber will den Ort radikal umbauen.
  • Privatarmeen: Ein slicker Politiker baut eigene Truppen zur Ordnungssicherung auf.
  • Analog-Zwang: Internet und Smartphones sind im Dorf streng verboten.

Warum ausgerechnet 1986?

Für David Schalko war 1986 ein Schicksalsjahr für Österreich. Es markierte den Aufstieg von Jörg Haider, die Waldheim-Affäre und den Antritt von Franz Vranitzky als Kanzler. Es war aber auch eine Zeit der Umweltverschmutzung und des sauren Regens, wie sich Maria Hofstätter erinnert. Gleichzeitig herrschte eine Aufbruchsstimmung, die heute viele vermissen.

Ob es nach dem offenen Ende des Zweiteilers noch weitergeht? Regisseur Schalko gibt sich gewohnt kryptisch: „Reden wir in 14 Jahren wieder darüber.“ 

Sendehinweis

"Braunschlag 1986": 20. und 21.3., jeweils 20.15 Uhr auf ORF 1 und 24 Stunden im Voraus auf ORF ON

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