"Das Supertalent": Eklats vorprogrammiert

Erfolgsstrategie

"Das Supertalent": Eklats vorprogrammiert

Experte erklärt warum Skandale so wichtig für Casting-Shows sind.

Seit einigen Wochen ist die beliebte RTL-Casting-Show "Das Supertalent" schon zurück aus der Sommerpause und versucht sich im Rennen um die Top-Einschaltquoten durchzusetzen. Manchmal gelingt das, manchmal aber auch nicht. Wenn Skandale im Vorfeld der Sendung stattfinden bedeutet das nichts schlechtes für das Format. Ganz im Gegenteil. Dieter Bohlen und Co. freuen sich sogar über solche Eklats. Im Vorjahr galt "Das Supertalent" fast schon todgeweiht, heuer hingegen erholt sich die Talentsuche recht gut. Über 30 Prozent Marktanteil erreichte die letzte Ausgabe vom 12. Oktober. Der Medien-Experte Joe Groebel erklärte nun in einem Interview mit dem deutschen Magazin "Promiflash.de" warum das so ist.

Skandale bringen Quote
"Das ist ja das Prinzip Jackass auf normale Fernsehunterhaltung übertragen. Wenn's nicht ab und zu mal ordentliche Negativ-Schlagzeilen gibt, die am Ende natürlich nur Zuschauer holen sollen, dann funktioniert das nicht", erörtert der Fachmann. Somit gilt hier das im Medienbereich durchaus gängige Motto "Only bad news are good news".

Extra Leute dafür engagiert
Dafür so analysiert Groebel weiter, werden extra Leute für solche Formate engagiert, die den Show-Effekt liefern. "Ich glaube, dass mittlerweile ganze Heerscharen von BR-Beratern immer dafür sorgen, dass es Tabu brechende, skandalöse und natürlich Negativ-Schlagzeilen gibt", erklärt der Fachexperte weiter. Auch in dem erst kürzlich bekanntgewordenen Ausstrahlungsverbot, das die Berliner Rapper von "Qult" erwirkt haben, vermutet Goebel einen "bewusst erzeugten Skandal der Kandidaten selbst". Abschließend fasste der Fachmann noch zusammen, wenn es den PR-Beratern nicht gelingt, mit negativen Schlagzeilen für Aufsehen zu sorgen, dann tun es die Protagonisten - also die Kandidaten selbst.

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