Nach den frostigen Temperaturen der letzten Wochen zeigt das Thermometer endlich wieder Plusgrade. Der Winter zieht sich langsam zurück, die Sonne lacht. Doch Vorsicht: Wer jetzt an der Heizung falsch dreht, erlebt beim Blick auf die Rechnung ein böses Erwachen. So heizen Sie richtig.
Nach den bibber-kalten Wochen im Jänner und dem Schnee-Chaos atmen wir auf: Das Thermometer klettert endlich wieder nach oben. Die dicken Wollstrumpfhosen können zurück in die Lade, das Frühling-Feeling erwacht. Doch der Wetter-Umschwung ist tückisch: Wer sein Heizverhalten jetzt nicht anpasst, tappt in die Kostenfalle. Wir verraten die größten Fehler und wie Sie sie vermeiden.
Das ständige Auf und Ab
Ein häufiger Fehler ist das ständige Hoch- und Runterdrehen der Heizung. Sobald die Sonne rauskommt, wird die Heizung abgedreht, abends dann wieder voll aufgedreht, doch das verbraucht unnötig viel Energie. Der Grund: Kühlen Wände und Möbel einmal komplett aus, braucht es große Mengen an Energie, um die Wohnung wieder warm zu bekommen. Viel günstiger ist es, die Temperatur auf einem konstanten Niveau zu halten.
Richtig lüften ist Pflicht
Da es draußen nun milder ist, ändert sich auch die Lüftungs-Strategie. Das ultra-kurze Stoßlüften aus den Frost-Wochen reicht jetzt oft nicht mehr aus, denn wenn die Temperaturen steigen, benötigt die warme Luft mehr Zeit, um Feuchtigkeit aus Bad oder Küche aufzunehmen. Lassen Sie die Fenster deshalb ruhig etwas länger offen. Um Schimmelbildung zu verhindern und gleichzeitig die Wohnung nicht unnötig abzukühlen, sollten Sie die Fenster für etwa 10 bis 15 Minuten geöffnet lassen.
Die richtige Temperatur einstellen
Nicht jeder Raum muss gleich warm sein. Ein häufiger Fehler ist, alle Zimmer gleich stark zu beheizen. Während das Wohnzimmer in der Regel zwischen 20 und 22 Grad angenehm temperiert sein sollte, reicht es in der Küche mit 18 Grad aus. Das Schlafzimmer darf ruhig mit 17 bis 18 Grad beheizt bleiben. Zu viel Wärme im Schlafzimmer kann sogar das Schlafklima beeinträchtigen und Schimmelbildung begünstigen. Besonders nachts ist es ratsam, die Heizung herunterzudrehen, ohne den Raum zu stark abkühlen zu lassen.
No-Go: Wäsche auf der Heizung
Es ist verlockend, aber bitte lassen Sie es: Nasse Socken oder Shirts haben auf dem Heizkörper nichts verloren! Das verursacht gleich zwei Probleme: Erstens kann sich die Hitze durch den Wärmestau nicht im Raum verteilen, Sie frieren trotz aufgedrehter Heizung. Zweitens steigt damit auch die Luftfeuchtigkeit erheblich an, was die Schimmelgefahr begünstigt.