Die Entstehungsgeschichte von „Frühstück bei Tiffany“ wird verfilmt und „Emily in Paris“-Star Lily Collins schlüpft in die Rolle der legendären Audrey Hepburn. Doch jetzt meldet sich Audreys ältester Sohn, Sean Hepburn Ferrer, mit überraschenden Bedenken.
Lily Collins hat kürzlich auf Instagram enthüllt, dass sie nach einem ganzen Jahrzehnt der Entwicklung in die Fußstapfen der Stil-Ikone Audrey Hepburn treten wird. In dem Biopic geht es um die Geburtsstunde von „Frühstück bei Tiffany“ – dem Film, der bis heute Millionen von Menschen begeistert. Doch was sagt die Familie der verstorbenen Hollywood-Schauspielerin zu diesem Projekt? Ihr ältester Sohn, Sean Hepburn Ferrer bricht nun sein Schweigen und packt in einem Interview mit „Woman's World“ aus.
Das sagt Audrey Hepburns Sohn zu Lily Collins
Zunächst die gute Nachricht für alle Lily-Collins-Fans: Sean hat der Schauspielerin seinen Segen gegeben. „Ehrlich gesagt bin ich total begeistert, weil ich Lily sehr mag“, gesteht er im Interview mit Woman's World. Er outete sich sogar als heimlicher Fan ihrer Erfolgsserie „Emily in Paris“, zumindest bis zu einem gewissen Punkt.
Während er die ersten Staffeln „so oft wie möglich“ geschaut hat, waren ihm die neuesten Folgen aus Rom dann doch eine Spur zu viel: „Ich glaube, das halte ich nicht aus, mir fallen die Zähne aus“, scherzte er gewohnt charmant.
Große Bedenken
Trotz seiner Sympathie für die Hauptdarstellerin hat Ferrer seine Bedenken. Sein Problem ist nicht der Cast, sondern die Story-Vorlage. Er kenne den Buchautor Sam Wasson recht gut, aber er zweifelt an der kinogerechten Umsetzung. „Meine größte Sorge (...) betrifft die Umsetzung, denn alles dreht sich um ein einziges Foto meiner Mutter auf der Fifth Avenue“, gibt er offen zu bedenken. Kann das auf der großen Leinwand fesseln? Ferrer ist skeptisch: „Ich bin mir nicht sicher, wie man das in einen Film umsetzen und ihn interessant gestalten kann. Da ist nicht viel Drama drin.“
Marilyn Monroe als Holly Golightly?
Ferrer lüftete auch ein Geheimnis über die Entstehung des Originalfilms von 1961. Ursprünglich sollte gar nicht seine Mutter, sondern Marilyn Monroe die Rolle der Holly Golightly spielen! Da Truman Capotes Romanfigur stark von Monroes eigenem Leben inspiriert war, galt sie als Favoritin.
Doch das war laut Ferrer eine „zu offensichtliche Besetzung“. Er erklärt: „Ich kann verstehen, warum Marilyn abgesagt hat, denn sie hatte wahrscheinlich das Gefühl, sich selbst spielen zu müssen. Das ist nicht besonders interessant.“ Erst die unerwartete Besetzung durch Audrey Hepburn machte die Rolle legendär. „Wenn man jemanden wie Audrey Hepburn nimmt – was man von ihr wohl am wenigsten erwarten würde –, entsteht etwas völlig Neues. Und ich denke, es hat funktioniert.“
Wie hätte Audrey selbst reagiert?
Auf die Frage, was Audrey Hepburn selbst zu der bevorstehenden Verfilmung und dem Buchtitel („Der Beginn der modernen Frau“) sagen würde, hat ihr Sohn gegenüber der Daily Mail eine klare Antwort. Die Ehre wäre ihr vermutlich hochgradig unangenehm gewesen.
„Ich glaube, meine Mutter würde bei ‚Der Beginn der modernen Frau‘ zusammenzucken“, lacht Ferrer. Die echte Audrey Hepburn wäre bei dem ganzen Wirbel um ihre Person wohl eher bescheiden geblieben. "Sie ist bei jedem Kompliment zusammengezuckt“, erinnert sich Sean an seine Mutter.