Der tiefe Fall der Wiener Austria

Chronologie des Austria-Desasters

Der tiefe Fall der Wiener Austria

Binnen acht Jahren vom Meister zum Chaosverein: der tiefe Fall der Wiener Austria. 

Der Countdown läuft: Sechs Tage hat die Austria um den K.o.-Schlag zu verhindern. Die Lizenz-Abgabefrist endet in sechs Tagen, nur das Insignia-Geld könnte die Violetten vor der Insolvenz retten. Acht Jahre nach dem letzten Meistertitel stellt sich die Frage: Wie konnte es soweit kommen? Sport24 fasst die Chronologie des Austria-Absturz zusammen: 

Mai 2013: Die Austria holt den Meistertitel 
Als letztes Team außer Salzburg krönt sich die Austria unter Coach Stöger zum Meister. In der darauffolgenden Saison spielen die Wiener in der Champions League.

© Gepa
Der tiefe Fall der Wiener Austria
× Der tiefe Fall der Wiener Austria

 

2014-2017: Austria ohne große Erfolge
Nach dem Abschied von Stöger stürzt die Austria in die sportliche Krise, verpasst drei Jahre in Serie den Europacup. Im Sommer 2017 verkauft man zuletzt lukrativ einen Spieler: Larry Kayode für 3,8 Millionen.

2016: Stadionumbau kostet 48 Mio. Euro
2016 beginnt die Austria mit dem Umbau der Generali-Arena. Kostenpunkt: 48 Mio. Euro. Was da noch keiner wusste: Die Veilchen übernehmen sich mit dem Projekt finanziell total. 2018 wird die neue Arena eröffnet.

© Gepa
Der tiefe Fall der Wiener Austria
× Der tiefe Fall der Wiener Austria

 

März 2020: Corona reißt Loch in Kassen
Eigentlich sollte das Stadion als Zugpferd für Sponsoren dienen, doch die bleiben aus. Genauso auch die geplanten internationalen Spiele: ÖFB-Cup-Finale, Länderspiele, Frauen-Champions-League-Finale. Die Corona-Pandemie tut ihr Zusätzliches. Der Austria entgehen Millionen.

Dezember 2020: Irres Minus wird öffentlich
Die Folge: Beim Geschäftsbericht für die Saison 2019/20 ist im Jahresergebnis ein Minus von 18,8 Millionen Euro angegeben, die Austria hat Verbindlichkeiten in Höhe rund von 78 Millionen.

© Gepa
Der tiefe Fall der Wiener Austria
× Der tiefe Fall der Wiener Austria
  

 

März 2021: Endlich ein neuer Investor
Die Austria läuft die ganze Saison ohne Brustsponsor auf. Die Suche nach einem möglichen Investor hat im März 2020 ein Ende: Die georgische Firma Insignia verspricht 7 Millionen/Jahr.

April 2021: Austria erhält keine Lizenz
Nach dem Abschied von Stöger und weiteren Kündigungen im Verein gibt's die nächste Hiobsbotschaft: Die Austria, erneut nur in der Quali-Runde, erhält in erster Instanz keine Lizenz, hat kein Geld von Insignia gesehen. Bis Mittwoch hat man nun Zeit, den totalen Untergang zu verhindern