Ibrahimovic mit Traumtor gegen England

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Ibrahimovic mit Traumtor gegen England

Schwedens Super-Star trifft gleich viermal. Deutschland gegen Niederlande 0:0.

Von Österreichs Gegnern in der Qualifikationsgruppe C zur Fußball-WM 2014 hat am Mittwoch nur Schweden ein volles Erfolgserlebnis geholt. Mann des Spiels war dabei von Superstar Zlatan Ibrahimovic der beim 4:2-Sieg der Engländer alle vier Tore der Skandinavier erzielte. Für die Gäste waren Danny Welbeck (35.) und Steve Caulker (38.) erfolgreich.

Traumtor von Ibrahimovic
Besonders sehenswert war in Solna das 4:2 in der Nachspielzeit, als Ibrahimovic nach einem Fehler von Englands Torhüter Joe Hart mit einem Fallrückzieher von der Seite aus rund 35 Metern traf. Das Tor hat gute Chancen, in die Geschichte als Tor des Jahrzehnts einzugehen. Für England-Coach Hodgson war es im zwölften Spiel als Nationaltrainer der "Three Lions" die erste Niederlage nach der regulären Spielzeit. Die große Figur bei den Gästen war Steven Gerrard, der sein 100. Länderspiel absolvierte und das 2:1 mit einer Freistoßflanke vorbereitete. Der 32-jährige Mittelfeldspieler ist nach Peter Shilton (125 Länderspiele), David Beckham (115), Bobby Moore (108), Bobby Charlton (106) und Billy Wright (105) der sechste Engländer, der Aufnahme in den "Hunderter"-Klub fand.

"Zlataneskes Tor"
Ibrahimovic' Torparade schlug sich auch in den internationalen Gazzetten nieder. "Ibracadabra - Vernichtet durch den großen 'Underachiever', geschlagen von dem Mann, an den niemand in Großbritannien geglaubt hat", schrieb der "Daily Mirror". Im Land seines Arbeitgebers Paris St. Germain sprach "Le Parisien" von einem "zlatanesken Tor". Und "L'Equipe" urteilte: "Zlatan holt zehn von zehn möglichen Punkten. Mit seinen Toren katapultiert er sich in die vierte Dimension."

In Schweden wurde die Gala des Einwanderersohnes auch als Denkzettel für Fremdenfeindlichkeit gesehen. Erst am Mittwoch hatte der wirtschaftspolitische Sprecher der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, Erik Almqvist, nach rassistischen Äußerungen von seinem Amt zurückgetreten müssen. "Diese Idioten waren wahrscheinlich nicht glücklich darüber. Ich hoffe, Zlatan hat sie zum Schweigen gebracht", meinte Schwedens Teamspieler Pontus Wernbloom über die im Aufwind befindlichen Rechtspopulisten.

Enttäuschender Klassiker
Das 41. Duell der beiden Erzrivalen Niederlande und Deutschland hielt hingegen nichts von dem, was sich die 51.000 Zuschauer in Amsterdam erhofft hatten. Vor allem das Heimteam agierte sehr defensiv. Der große Respekt vor dem Nachbarn war der Mannschaft von Louis van Gaal anzumerken, nachdem die "Elftal" zuletzt beim 0:3 vor einem Jahr in Hamburg und beim 1:2 bei der EM in Charkiw zwei empfindliche Niederlagen hatte einstecken müssen. Erst in der Schlussviertelstunde waren die Hausherren das bessere Team.

Die beste Chance für den Gastgeber, der in der WM-Qualifikation in bisher vier Spielen vier Siege feierte, vergab in der 76. Minute Daryl Janmaat, der nach einem schönen Doppelpass mit Dirk Kuyt am glänzend reagierenden Manuel Neuer scheiterte. Für Deutschland verpassten vor der Pause Mario Götze, Marco Reus und Ilkay Gündogan einen möglichen Torerfolg.

Absagenflut bei Deutschland
Wegen gesundheitlichen Problemen fehlten den Deutschen Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil, Miroslav Klose, Mario Gomez, Toni Kroos, Holger Badstuber, Sami Khedira und Jerome Boateng. Bei den Niederländern verzichteten Robin van Persie und Wesley Sneijder auf einen Einsatz. Gruppen-Gegner Irland zog in Dublin die Griechen durch ein Tor von Jose Holebas (29.) mit 0:1 den Kürzeren.

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