Nach Raserei: Werder schmeißt Arnautovic raus

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Nach Raserei: Werder schmeißt Arnautovic raus

Österreicher wurde auf Autobahn beim Rasen erwischt.

Die Geduld von Werder Bremen mit Marko Arnautovic ist wieder einmal einer Bewährungsprobe unterzogen. Mit einer unbedachten Aktion sorgte der ÖFB-Teamspieler in den Diensten der Norddeutschen 24 Stunden vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen für erneute Aufruhr. Arnautovic und sein Teamkollege Eljero Elia wurden nach einer nächtlichen Raserei auf der Autobahn samt Streitigkeiten mit der Polizei wegen Disziplinlosigkeit bis auf weiteres suspendiert.

Werder-Bosse enttäuscht
Arnautovic war am frühen Freitagmorgen um 3.13 Uhr in seinem Porsche deutlich zu schnell auf der A1 unterwegs und von der Autobahnpolizei angehalten worden. "Wir sind zutiefst enttäuscht. Wir brauchen Spieler, die sich zu 100 Prozent mit ihrem Beruf und der Aufgabe beim SV Werder beschäftigen. Wer zwei Tage vor einem wichtigen Spiel um drei Uhr nachts noch auf der Autobahn unterwegs ist, bei dem kann das nicht der Fall sein. Wir müssen ein deutliches Zeichen setzen", teilte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin mit.

Streit mit Polizisten
Kurz nachdem Arnautovic angehalten worden war, stoppte demnach auch Elia seinen Bentley und zettelte zusammen mit seinem Teamkameraden und weiteren vier Personen einen Streit mit der Polizei an. "Weil diese Personen sich aggressiv verhalten haben, wurden zur Verstärkung Kollegen aus Niedersachsen angefordert", bestätigte ein Polizeisprecher.

Arnautovic nimmt Stellung
Der ÖFB-Legionär widersprach der Darstellung der Polizisten. "Es war niemand auch nur ansatzweise aggressiv....nachdem der Polizist sich 2mal bei der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung widersprochen hat, haben wir gesagt, dass es besser ist, das über den Anwalt zu klären....und wir konnten weiterfahren", so Arnautovic auf seiner Facebook-Seite.

Schaaf über "unprofessioneles Verhalten" verärgert
Die seit neun Spielen sieglosen Bremer spielen am Samstag bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr). Bei einer weiteren Niederlage des abstiegsbedrohten Hanseaten droht Werder-Trainer Thomas Schaaf das Aus. "Wir können ein solch unprofessionelles Verhalten in der Vorbereitung auf unsere Partie in Leverkusen nicht tolerieren und stellen die Spieler frei, bis die Situation mit den Beteiligten in Ruhe geklärt werden kann", sagte Schaaf.

50 km/h zu schnell
Arnautovic soll mit rund 50 Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs gewesen sein. Alkohol war allerdings nicht im Spiel. Gegen den Wiener wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. "Von anderen Verfahren ist mir derzeit nichts bekannt", sagte der Polizeisprecher.

ÖFB-Kicker als Wiederholungstäter
Gerade Arnautovic war in der Vergangenheit abseits des Platzes immer wieder negativ aufgefallen. Im Umgang mit der Polizei war der 24-Jährige bereits im Vorjahr nach einem verbalen Foul zum Rapport bestellt worden. In Wien beleidigte er einen Beamten ("Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen"), der ihn bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte. Der "Bad Boy" entschuldigte sich danach für sein Verhalten.

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