ÖFB-Team gegen Slowakei

Letzter EM-Test in Wien

0:0 - ÖFB-Team hat vor EURO Siegen verlernt

Generalprobe misslungen! Österreich kommt beim letzten Test vor der EURO gegen die Slowakei nicht über ein müdes 0:0 hinaus.

Teamchef Franco Foda veränderte seine Elf im Vergleich zum Test in England auf sechs Positionen. Die zuletzt angeschlagenen Arnautovic, Onisiwo und Baumgartlinger nahmen zu Beginn auf der Bank Platz. Eine Neuigkeit gab der Deutsche schon vor Anpfiff bekannt: Bachmann wird auch kommende Woche beim EM-Auftakt in Bukarest gegen Nord-Mazedonien im Tor stehen.

Österreicher tun sich offensiv schwer

Gegen die Slowakei hatte der Watford-Legionär nach nur 82 Sekunden Glück, Duda schoss aus aussichtsreicher Position drüber. In der Folge übernahm unser Team angeführt von 3.000 Fans im Happel Stadion das Kommando, hatte mehr Ballbesitz und war optisch überlegen. Einziges Manko: Der letzte Pass kam zu selten. Am gefährlichsten präsentierte sich Kalajdzic: Erst verpasste er eine Lazaro-Flanke knapp (14.), dann köpfte er nach Alaba-Hereingabe vorbei (21.). Wie aus dem Nichts stand dann Bachmann im Rampenlicht: Einen sehenswerten Volley von Mak parierte er reflexartig (23.). In weiterer Folge machte der Begriff Freundschaftsspiel seinem Namen alle Ehre: Kaum Chancen, wenig spielerische Highlights. Die logische Folge: Ein verdientes 0:0 zur Pause. Für das ÖFB-Team war es die sechste torlose Halbzeit in Serie …

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Glück rettet Österreich vor dem Rückstand

Foda reagierte, brachte nach Seitenwechsel Laimer und Schaub für die farblosen Sabitzer und Alaba, Hinteregger übernahm die Kapitänsbinde. Die beiden neuen brachten sofort Schwung auf den Platz: Nach dem abgeblockten Schaub-Schuss probierte es Laimer – zu zentral (49.). Dann die Slowaken: Haraslin tankte sich durch, scheiterte an Bachmann. Der Abpraller landete vor den Beinen von Duda, der nur noch ins leere Tor einschieben musste, doch den am Boden liegenden Haraslin traf. Eine kuriose Szene, Glück für Österreich (51.).

Pech: Zwei Stangenschüsse für ÖFB-Elf

Auf der einen Seite Glück, auf der anderen Pech in Minute 60: Grillitsch nahm aus rund 20 Metern Maß, Keeper Dubravka konnte die Kugel mit viel Mühe an die Stange lenken. Jetzt war das Publikum wieder voll da. Erst recht, als Arnautovic in Minute 65 unter tosendem Applaus eingewechselt wurde. Und plötzlich war frischer Wind drinnen: Erst scheiterte der 32-Jährige an der Stange (68.), dann zielte er aus spitzem Winkel nur knapp vorbei (71.). Kurz später dann wieder die Slowaken, Bachmann stand gegen Duris seinen Mann (74.). Im Finish drängte Österreich dann auf das 1:0 – doch Arnautovic (87.) und Gregoritsch (89.) scheiterten jeweils an Dubravka. Es blieb beim 0:0.

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Ein Tag Pause, dann Seefeld-Anreise

Nach dem Test gegen die Slowakei steht für unser Team morgen ein Tag Pause an, wo Alaba & Co. Zeit mit der Familie verbringen dürfen. Am Dienstag erfolgt dann die Anreise ins EM-Quartier nach Seefeld, wo unser Team während der EURO einquartiert ist. Richtig ernst wird es dann am Sonntag, da startet Österreich in Bukarest gegen Nord-Mazedonien in die 3. EM-Endrunde der Geschichte.