Team will Kasachen abschießen

Nationalteam bereits in Astana

Team will Kasachen abschießen

Nach Aserbaidschan wollen wir am Dienstag (18 Uhr) auch Kasachstan abschießen.

Kasachstan (im FIFA-Ranking nur auf Platz 132) ging gegen Belgien in Brüssel 1:4 unter, ist schwer angeschlagen, während Österreich wieder vor Selbstvertrauen strotzt. Der schöne Erfolg in Baku macht Lust auf mehr. Die Spieler möchten in der EM-Quali einen perfekten Schlusspunkt setzen.

Nach dem 4:1 über Aserbaidschan wird es bei uns nicht viele Änderungen in der Mannschaft geben. Fix: Julian Baumgartlinger ist gesperrt. Er sah in Baku die Gelbe Karte und reiste in die Heimat. Damit wird die zweite „Sechser-Position“ im Mittelfeld neben Paul Scharner frei.

Ein Part, den möglicherweise David Alaba übernimmt. Das Bayern-Juwel kann alles spielen. Zlatko Junuzovic, dem in Baku das erste Ländermatchtor überhaupt gelang, dürfte nachrücken. Denkbar auch, dass Willi Ruttensteiner nichts an der taktischen Grundausrichtung ändert und einfach den Rapidler Stefan Kulovits statt Baumgartlinger bringt.

Temperatursturz um fast zwanzig Grad in Astana
Unsere Mannschaft flog gestern um 11.30 Uhr mit der Open-Skies-Boeing 757-200 von Baku weiter nach Astana. Fast drei Stunden dauerte die Reise des Teams in die kasachische Hauptstadt (708.794 Einwohner).

Es war ein Flug in eine völlig andere Klimazone. In Astana hat es drei Grad, fast zwanzig weniger als in Baku. Ein Grund, warum Ruttensteiner noch einen Tag länger in Aserbaidschan bleiben wollte: „Das wäre für die Regeneration besser gewesen.“ Aber der Plan konnte nicht mehr über den Haufen geworfen werden. Teamarzt Ernst Schopp: „Ein Temperatursturz ist belastend.“

Dienstag Geisterspiel in der hypermodernen Arena
So wie in Baku wird auch in Astana auf Kunstrasen gespielt. Ruttensteiner: „Allerdings ist der Platz schneller.“ Und das Stadion größer.



Die Astana-Arena ist ein hypermoderner Fußballtempel, der 30.000 Fans Platz bietet. Aber es dürfte ein Geisterspiel mit maximal 7.000 Zuschauern werden. Das Dach lässt sich verschließen. Von außen sieht das Stadion wie ein silbrig glänzendes UFO aus.

Christian Russegger