Die Formel 1 startet in zwei Wochen in die neue Saison. Dabei wird es neue Regeln für Motoren und Aerodynamik geben. Nun äußert sich Sebastian Vettel zu den Neuheiten und was genau die "Grund-DNA der Formel 1" sei.
In nur zwei Wochen startet die Formel 1 in eine neue Saison, die mit neuen Motorenregeln kommt. Die Fahrer müssen nun mehr Energiemanagement betreiben. In schnellen Kurven müssen die Piloten vom Gas gehen, um auf der Gerade noch genügend Energie zu haben.
- Paukenschlag: Sebastian Vettel plant Comeback als Verstappen-Teamkollege
- Formel-1-Beben: Kultstrecke verschwindet aus Renn-Kalender
- "Peinlich!" Schumacher geht auf F1-Star los
Bei den Fahrern lösen die neuen Autos bisher wenig Begeisterung aus. Max Verstappen bezeichnete sie als "Formel E auf Steroiden". Laut Fernando Alonso "könnte sogar unser Koch fahren".
"Fahrer möchten schnelle und aggressive Autos"
Nun äußert sich der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel in der Show "Sport und Talk aus dem Hangar-7" auf ServusTV zu den neuen Regeln. Er meint: "Aus Fahrersicht möchte man, dass die Autos schnell und aggressiv sind. Man möchte pushen können und nicht so sehr damit beschäftigt sein, irgendwelche Knöpfe zu drehen oder in irgendeinen Modus festzuhängen und von einem Meeting ins andere zu gehen. Man muss aber ehrlich sein, dass das die moderne Formel 1 ist."
Wie sich die Formel 1 nach außen präsentiert, sei für den Deutschen sehr wichtig: "Wenn es aus Fahrersicht zu kompliziert ist oder einfach nicht mehr so spannend ist wie am Anfang, dann transportiert man das ja auch. Dieses Gefühl, wenn die Autos mega cool zu fahren sind, transportiert man nach außen, und dann ergibt sich auch das Bild, dass es wirklich Helden sind, die diese Autos bändigen können wie damals die PS-Monster. Wenn der Fahrer das aber nicht mehr transportiert, weil das Auto auch der Koch fahren könnte und es langweilig ist, dann ist es nicht gut für den Sport."
"Es kribbelt irgendwie"
Der 38-Jährige betont, dass die Formel 1 weiterhin die Königsklasse des Motorsports bleiben muss. Dafür muss sich die FIA zusammenreißen: "Was ist die Grund-DNA der Formel 1? Da hat ein Fahrer zu Recht die Ansicht, dass es die Königsklasse ist - das sind die schnellsten Autos. Ich muss fit sein und diese Autos beherrschen. Es müssen Autos mit ganz viel Leistung sein. Und dann kommt auch noch die Komponente dazu, dass man den Kopf einschalten sollte und muss. Aber ab welchem Punkt wird es zu viel und zu unmissverständlich? Die DNA der Formel 1 darf nicht verloren gehen."
Im Gespräch spricht Vettel auch über den Rücktritt von Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko. Er meint: "Wir haben in der letzten Zeit alle gelernt, dass niemand den Helmut beerben kann. Das ist auch gut so. Ich hatte ein paar Mal lose mit ihm darüber gesprochen. Er und das Team wussten, dass er eine ganz spezielle Rolle im Team innehatte, die anfangs so gar nicht geplant war und sich dann so ergeben hat."
Obwohl der vierfache Weltmeister seine größten Erfolge mit Red Bull Racing feierte, kann er sich vorstellen, auch einen anderen Rennstall zu übernehmen: "Ich bin auch für andere Teams gefahren und habe nirgendwo Brücken abgebrannt und komme nach wie vor mit allen gut aus. Es kommt darauf an, was die Rolle dann genau ist und ob es für mich passt, wo ich sage, dass ich darauf Lust habe und es eine Herausforderung ist und es irgendwie kribbelt."