Paszek peilt Top 10 an

Selbstvertrauen getankt

Paszek peilt Top 10 an

Nach dem Viertelfinal-Aus in Wimbledon hat Paszek große Ziele.

Nach ihrem völlig verkorksten Saisonstart hat sich Tamira Paszek in den vergangenen zwei Wochen mit dem Turniersieg in Eastbourne und dem Viertelfinaleinzug in Wimbledon eindrucksvoll in der erweitereten Weltspitze zurückgemeldet. Leistungen, die nicht nur ihre Kritiker verstummen ließen, sondern auch das Selbstvertrauen der Vorarlbergerin stärkten. „Ich habe definitiv gute Chancen gehabt in dem Turnier. Ich habe super Tennis gezeigt und jetzt heißt es, nach vorne schauen und die nächsten Schritte erreichen". so Paszek nach dem Aus gegen Asarenka.

Mit neuem Trainer zu alter Stärke
Einen großen Anteil an der wiedergewonnen Stärke der 21-Jährigen hat ihr neuer Trainer Andrei Pavel. Der ehemalige tschechische Profi kann zwar nicht immer mit Paszek reisen, weil er sich auch um seine Tennis-Academy kümmern muss, aber die Dornbirnerin weiß, dass sie mit Pavel den richtigen Mann an ihrer Seite hat.  "Er hat mir geholfen, zu meinem Tennis zu finden. Es können viele sagen, dass sie an mich glauben: Wichtig ist, dass ich es selbst mache, und das hat er mir durch seine Ruhe beim Training vermittelt.“ Auch der Trainings-Mix aus harter Arbeit und zwischendurch auch einmal abschalten tut ihr gut. "Das hatte ich früher bei vielen Trainern nicht. Da war einfach 'bumm-bumm-bumm' die ganze Zeit durch."

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So jubelte Tamira Paszek

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    Paszek kämpft um Olympia
    Einziger Wermutstropfen der letzten beiden Wochen war die Weigerung des Internationalen Tennisverbands (ITF), sie bei den Olympischen Spielen antreten zu lassen. Mit ihren Leistungen gerade in Wimbledon wäre Paszek aus ÖOC-Sicht einer der wenigen Medaillenkandidaten. Wie groß ihre Hoffnung ist, dass Manager und ÖTV-Präsident Ronald Leitgeb noch etwas bei der ITF erreicht? "Sehr groß. Es war mein absoluter Traum, dieses Jahr bei Olympia dabei zu sein und für mein Land zu spielen. Ich hoffe wirklich, dass die ITF mich spielen lässt. Es wäre sehr, sehr schade, wenn es nicht so ist. Ich habe super Tennis gezeigt in den letzten Wochen, habe alles gegeben, und mit viel Herz und Kampfgeist gespielt." Während ihr Kampf auf dem grünen Rasen also vorbei ist, geht er möglicherweise auf dem grünen Tisch weiter. Ob Paszek eventuell auch den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anrufen würde, wollte sie nicht kommentieren.

    "Nummer eins, Ziel jedes Spielers"
    Sie konzentriert sich vorerst auf das Sportliche. Dank ihres nun geretteten Top-40-Platzes kann Paszek die Turnierplanung entspannter sehen, da sie keine Probleme haben wird, in den Hauptbewerben zu spielen. "Es wäre schön, wenn ich bei den US Open gesetzt bin. Ich freue mich riesig auf San Diego, Cincinnati, Montreal - die Türen stehen mir offen."Die  Rückkehr in die Top 40 soll aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Ich habe die Nummern 9, 8 und 7 der Welt geschlagen. Ich glaube, dass da nicht viel Unterschied ist. Ich weiß, dass ich Tennis spielen kann, meine Fitness passt und ich nach oben kann", gibt sich Österreichs Nummer eins selbstbewusst. "Die Top 20, Top 10 sind das nähere Zukunftsziel. Klarerweise, das ultimative Ziel jedes Spielers ist es, Nummer 1 zu werden. Darum spiele ich Tennis, das ist mein Job."

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