Der Pressetermin im Mai an der Alten Donau mit NBA-Export Jakob Pöltl war in den letzten Jahren fast schon Tradition – heuer fällt er aus. Und das hat einen guten Grund: Der Wiener steht endlich wieder dort, wo er in den vergangenen Jahren unbedingt hinwollte – in den NBA-Play-offs
Mit einem deutlichen 136:101-Erfolg gegen die Brooklyn Nets machten die Toronto Raptors in der Nacht auf Montag den Einzug in die K.o.-Phase klar. Dank des Sieges und paralleler Ergebnisse kletterte Toronto sogar noch auf Platz fünf im Osten. Für Pöltl ist es ein ganz besonderer Moment: Zum ersten Mal seit 2019 steht er wieder in den NBA-Play-offs – damals noch im Trikot der San Antonio Spurs.
Nebenbei: Pöltl schreibt Vereinsgeschichte
Beim entscheidenden Sieg lieferte der Center in knapp 20 Minuten elf Punkte, fünf Rebounds sowie starke Defensivaktionen. Viel größer ist jedoch ein Meilenstein abseits des Spiels: Mit nun über 2.090 Rebounds im Raptors-Dress hat Pöltl Klub-Ikone Vince Carter überholt und sich in die Top 10 der ewigen Franchise-Rangliste geschoben. Auf den nächsten Platz( Andrea Bargnani/2.095) fehlt nur noch ein Wimpernschlag.
„Eine coole Sache“, meinte Pöltl danach – und stellte gleichzeitig das Team in den Vordergrund. Die Raptors hätten in dieser Saison „einen großen Schritt gemacht“, betonte der Wiener.
Erste Hürde – Cleveland
Doch zum Durchatmen bleibt keine Zeit. In der ersten Runde wartet mit den Cleveland Cavaliers ein deutlich stärkerer Gegner, als es die Bilanz vermuten lässt. Zwar gewann Toronto alle drei direkten Duelle zu Saisonbeginn, doch Cleveland hat sich seither massiv verändert. Angeführt von Donovan Mitchell und verstärkt durch James Harden sowie Dennis Schröder ist das Team kaum wiederzuerkennen.Pöltl warnt deshalb: „Das wird auf jeden Fall eine Challenge.“ Die Serie startet auswärts – gleich zum Auftakt ist maximale Konzentration gefragt.