Eva Mendes: Zähmung einer Widerspenstigen

Star-Verwandlung

Eva Mendes: Zähmung einer Widerspenstigen

Sie zeigt gerne ihren nackten Körper, entblättert sich ungeniert in ihren Filmen und Kampagnen – doch ihr Herz hütet sie wie einen Schatz. Eva Mendes (37) hat stets aus ihrem Liebesleben ein Geheimnis gemacht. Mit dem peruanischen Regisseur George Gargurevich war sie zehn Jahre liiert, am roten Teppich zeigte sie sich aber meist alleine. Selbst ihre Trennung vor einem Jahr blieb unkommentiert. Doch jetzt ist alles anders. Grund dafür ist Schauspiel-Kollege Ryan Gosling (30), der die widerspenstige Schöne scheinbar gezähmt hat.

Verliebt knutschen sie vor Paparazzi im Auto, kichern wie Teenager, als sie dabei ertappt werden. Auch beim romantischen Date in Disney World lassen sie sich nicht los, halten ständig Händchen und küssen sich auf offener Straße. Das ist eine neue Eva Mendes, die dieser Tage keinen Hehl mehr aus ihren Gefühlen macht.

Zwischen den beiden funkte es am Set. Die Superstars standen von Juli bis September für The Place Beyond The Pines vor der Kamera. In dem Action-Drama spielt Gosling einen Bankräuber, Mendes die Mutter seines neugeborenen Sohnes. Aus den Filmküssen wurde nun Realität – wie so oft in Hollywood.

Zwei Heiratsmuffel
Er gilt als „stiller Typ“, sie als die heißblütige „Femme fatale“. Gegensätze ziehen sich eben an. Obwohl sich die Frage stellt, wer von beiden der Widerspenstigere ist. Ryan äußerte sich erst kürzlich sehr skeptisch über Star-Beziehungen. „Wenn beide im Showbusiness sind, dann ist einer zu viel. Es nimmt der Liebe das ganze Licht und sie kann nicht wachsen.“ Auch denke er nicht an Hochzeit. „Ich halte nicht viel von der Ehe. Ich möchte Babys machen – aber da ich das derzeit nicht tue, mache ich lieber Filme.“

No Kids!
In dieser Hinsicht sind sich die beiden aber wieder einig. Auch Mendes gilt als absoluter Heiratsmuffel. „Die Ehe ist wirklich altmodisch und passt nicht zu meinem Leben.“ Sie geht sogar noch weiter: Eigene Kinder stehen nicht auf ihrer Wunschliste. „Ich will keine. Ich liebe diese kleinen Racker, sie sind wirklich süß. Aber ich schlafe gerne lang und mache mir über alles zu viele Sorgen.“

Vorerst genießen Ryan und Eva also einfach ihre frisch entfachte Leidenschaft. Auch Mendes verfolgt ehrgeizig ihre Filmkarriere. Klammern verboten. Das neue Traumpaar sieht sich meist nur an Wochenenden und in Drehpausen. Genau dieser Freiraum, wissen Freunde, lässt die Liebe immer mehr wachsen.

Kämpferin
Mendes braucht auch keinen Mann, um ihr Leben zu meistern. Sie hat sich mit eiserner Disziplin bis an die Spitze des Showbusiness Amerikas gekämpft. Geboren in Los Angeles mit kubanischen Wurzeln, wuchs sie in armen Verhältnissen mit drei Geschwistern auf. „Ich musste immer ihre alten Kleider tragen!“ Die kleine Eva lernte früh, sich durchzusetzen. Mit dem Image der sexy Latina schaffte sie den Sprung nach Hollywood, doch erst 2005 den internationalen Durchbruch. Berühmt wurde sie auch durch ihre scharfe Calvin-Klein-Kampagne, mit der Mendes im prüden Amerika Verkehrsstaus und Moral-Debatten auslöste. Sie blieb cool: „Ich zeige gern meine Sinnlichkeit“, meinte sie nur selbstbewusst.

Doch 2008 dann der Zusammenbruch. Mendes lässt sich wegen Alkoholproblemen freiwillig in eine Entzugsklinik einweisen. Sie habe zu viel gearbeitet. Aus der Krise ging sie wieder gestärkt hervor. „Ich habe mich in dieser Zeit weiterentwickelt und endlich das Gefühl, dass ich erst jetzt eine richtige Frau bin. Mit 30 habe ich noch um meinen Platz im Leben gekämpft.“

Neue Stil-Ikone
Doch in Zukunft will Mendes wohl mit mehr Stil und weniger mit Sex-Appeal punkten. Als neues Gesicht von Top-Designer Thierry Mugler angelte sie sich gerade die Mega-Kampagne für dessen neues Parfum Angel. Auf den Plakaten posiert sie ätherisch schön, aber verhüllt. Und im dazu gehörenden Fernsehspot singt Mendes sogar selbst – den Evergreen Windmills of Your Mind. Und sie kann es auch!

Ein Phänomen bleibt, dass Frauen trotz ihrer offensiven Erotik sich so gut mit Mendes identifizieren können. Wohl, weil sie dabei stets bodenständig geblieben ist. Auf den Magerwahn in Hollywood pfeift sie einfach. „Ich habe keine Waage. Solange mir meine Jeans passen, ist alles okay“, verkündet sie und zeigt am roten Teppich gerne ihre Kurven. „Ich liebe den Stil der 50er-Jahre, diese Kleider, die die Weiblichkeit betonen.“ Dafür wurde sie 2009 zur „erotischsten Frau“ gekürt.

Mit viel Sport hält sie sich auch weiter gut in Schuss. „Wenn ich es mir erlauben kann, bin ich aber faul“, gesteht sie. Denn privat liebt sie die schönen Dinge im Leben, nascht gerne, hört Beethoven und verbringt viel Zeit mit ihrem Hund Hugo. „Ich habe ihn damals nach dem Entzug geholt – er ist mir enorm wichtig.“

Diese Liebe teilt sie mit ihrem neuen Freund Ryan. Der Mann, der mit seinen 30 Jahren schon Rachel McAdams und Sandra Bullock zu seinen Ex-Freundinnen zählen darf, ist privat nie ohne Hund George unterwegs. Ein Pluspunkt. Sonst kann der Kanadier nur hoffen, dass er Mendes hohe Ansprüche erfüllt: „Ein Mann soll gebildet sein, attraktiv – und starke Hände haben, mit denen er zupacken kann.“

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