Kinoaufreger
„Michael“: Jackson-Film verschweigt alle Skandale - auch viele Hits fehlen
Ein vernichtender Wert von nicht einmal 30 % Zustimmung auf „Rotten Tomatoes“ und dennoch hochtrabende Prognosen von weltweit bis zu 150 Millionen Dollar Kassa. Das Biopic „Michael“ über das Leben von Michael Jackson († 2009) ist der Filmaufreger des Jahres und wird nun wohl den „Super Mario Galaxy Film“, der ja mit 752 Millionen Dollar Kassa der erfolgreichste Streifen des Jahres ist, von der Spitze verdrängen. Auch in Österreich, wo das 200 Millionen Dollar Werk seit Mittwoch in den Kinos läuft.
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„Michael“ bei dem Jackos 29-jähriger Neffe Jafaar Jackson die Hauptrolle spielt, liefert ein geschöntes Bild auf die Karriere des „King of Pop“ von den Anfängen mit Jackson 5 bis zum Aufstieg zum globalen Megastar. Die größten Skandale, auch die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs, werden im 127-minütigen Beweihräucherungs-Biografie nicht gezeigt. Auch weil Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day") nach Klagsandrohung der Nachlassverwalter seinen Musik-Film total umschneiden musste: 22 zusätzliche Drehtage, die weitere 15 Millionen Dollar kosteten und nun viele pikante Szenen entfallen ließen. Auch die legendäre Polizeirazzia von 1993 auf der Neverland Ranch.
Generell fehlen alle kontroveren Themen und auch wichtige biografische Fakten: „Michael“ endet mit der „Bad“-Ära (ca .1990) und verschweigt somit Welthits wie „Black Or White“ oder „They Don’t Care About Us“, den legendären Super Bowl Auftritt (1993). Und die Rekord-Tourneen „Dangerous“ und „HIStory“. Dazu auch seine zwei Ehen und die Kinder.
„Der Film „Michael“ tut dem wahren Künstler und umstrittenen Menschen Michael Jackson das Schlimmste an, was ein solches Werk noch leisten kann,“ zeigt sich die „Süddeutsche“ entsetzt und auch „TV Movie“ ist enttäuscht: „Mehr Fanartikel als Film“
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