Bei den Wetten liegen die Finnen weit voran. Bei den Medien sind sie aber unten durch! Am Sonntag verweigerte man bei der ESC-Eröffnung Interviews für Österreich und Israel. Ein Pop- und Polit-Skandal!
„Für Österreich gibt es keine Interviews!“ Höchnäsig präpotente Ansage der finnischen Delegation am Turquise Carpet des Song Contest. Am Sonntag verweigerten die große Favoriten Linda Lampenius und Pete Parkkonen i Wiener Rathaus für heimische Medien alle Interviews! Was die Finnen dort noch salopp mit „Wir haben schon viele Interviews für Österreich gemacht“ begründeten hat wohl viel tiefgehendere und vor allem politisch brisante Wurzeln.
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Denn wie die ESC-Insider von Euromix berichten, trifft der finnische „Interview Boykott“ nämlich auch Israel. Das verrät auch Amit Harari, die Kulturredakteurin des Israelischen Staatsenders KAN auf ihrer Instagram-Seite: „Der Sprecher der finnischen Delegation entschied, ohne sich zu entschuldigen, dass wir – und nicht einmal die Österreicher – sie nicht interviewen dürfen. Bei keiner anderen Delegation gab es ein Problem. Zu sagen, dass es eine Schande für sie ist, ist noch eine Untertreibung!“
Der Fotobeweis (o.) Parkkonen und Lampenius ziehen unbeeindruckt an österreichischen Reportern vorbei.
Die Finnen schütten damit zusätzlichen Zündstoff in die ewige und brisante Israel Diskussion und strafen dann auch gleich Österreich für den Nichtausschluss von Israel am ESC ab. Ein Pop- und Polit-Aufreger! „Das finnische Team muss möglicherweise auch bedenken, dass der Sieg beim Eurovision Song Contest nicht allein von den Jurys bestimmt wird. Das Televoting-Publikum zu Hause hat wiederholt bewiesen, dass es in der Lage ist, den Ausgang des Finales zu entscheiden.“ wundert man sich auch bei Euromix.
Der Interview Boykott der Finnen, die nach einer Ausnahmeregel bezüglich dem Live-Spielen von Lampenius ohnedies bereits für Kopfschütteln sorgen, blieb natürlich auch von den Journalisten anderer Länder nicht unbemerkt. „Wenn die Finnen so präpotent auftreten, dann hoffen wir, dass Griechenland gewinnt!“. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.