Seit Sonntag ist ganz Europa im Song Contest Fieber. Heute Dienstag steigt ab 21 Uhr endlich die erste TV-Show.
“Good evening, Europe and hello to the rest of the world!” Mit diesen Worten eröffnet Victoria Swarovski den 70. Song Contest eröffnen. Die Star-Moderatorin führt gemeinsam mit Michael Ostrowski durch insgesamt 12 Shows (!) in der Wiener Stadthalle. Bei 9 davon sind je 10.500 Fans aus insgesamt 70 Ländern dabei. Die beiden Semifinali (12. und 14. Mai) sowie das Grande Finale am 16. Mai werden jeweils ab 21 Uhr auch im ORF übertragen. Bei der großen Entscheidung, die am 16. Mai mindestens 4 Stunden Zittern verspricht, sind rund 170 Millionen TV-Zuseher dabei. Der ORF hofft damit auf eine Quote von Opernball-Dimension:1,5 Millionen Zuseher und wieder an die 60 % Marktanteil. Dafür macht man schon vorab mit über 100 Stunden Live-Programm Stimmung!
- Sarah Engels: So heiß ist meine ESC-Show
- Premiere für ESC-Duo: Swarovski schaltet Ostrowski ab!
- Erster Blick auf Song Contest
- Armin Wolf gibt zu: ORF kann sich ESC nicht leisten
- Völlig überfordert: Security lässt ESC-Fans vor Stadthalle im Regen stehen
Die Show auf der von Florian Wiedner designten Bombast-Bühne mit 30 Meter Laufsteg und 8.500 Scheinwerfern, bei der man von der Secession als Symbol für einen künstlerischen Aufbruch ausgegangen ist, soll alles bislang Dagewesene in den Schatten stellen. „Wir haben uns von Theater und Oper inspirieren lassen - und uns ist gelungen, dass es trotzdem nach Eurovision aussieht.“
Drückte zur Enthüllung sogar Bundespräsident Alexander Van der Bellen den symbolischen Buzzer („United by Music - das ist so ein schönes Motto.“), so darf sie Satoshi aus Moldau mit dem EU-Beitritts-Statement “Viva Moldova!“ eröffnen. Er hat die Startnummer 1 im ersten Semifinale, das am 12. Mai ab 21 Uhr in ORF1 mit Schweden (Felicia), Griechenland (Akylas)und Finnland (Linda Lampenius & Pete Parkkonen) schon einige Top-Favoriten bietet und den größten Star. Senhit aus San Marino hat ja bei „Superstar“ niemand Geringeren als Boy Goerge von Culture Club als Duettpartner dabei.
Auch für Zündstoff ist gesorgt. Israel darf ja nach langen Diskussionen und dem Boykott von Spanien, Irland, Niederlande, Island oder Slowenien dennoch bei Song Contest antreten. Einwanderersohn Noam Bettan, der auf Schritt und Tritt von einem eigenen Sicherheitsteam begleitet wird, wird gegen 21.55 Uhr mit dem Ethno-Kracher „Michelle“ erwartet und sollte sich am 12. Mai ab ca. 23 Uhr bei der ersten Entscheidung wohl für das Finale qualifizieren.
Gibt es im 1. Semifinale als Auflockerung auch Auftritte von Vicky Leandros, der Fixstarter Sarah Engels (Deutschland) und Sal da Vinci (Italien) sowie „Milkshake Man“ Go-Jo, der mit Swarovski und Ostrovski auch ein witziges „Austria vs Australien“-Spiel zündet, so hat am 13. Mai (Jury-Wertung) und 14. Mai (TV-Show zum 2. Semifinale) unser Cosmó seinen ersten großen Auftritt. Zwischen Antigoni (Zypern) und Atvara (Lettland) zündet er gegen 21.48 Uhr die ESC-Premiere von „Tanzschein“: „Das ist nur fair, dass auch die fünf Fixstarter schon vorab einen TV-Auftritt haben dürfen!“
Die zweite Quali-Runde bei der Søren Torpegaard Lund (Dänemark), Delta Goodrem (Australien) und Alexandra Căpitănescu (Rumänien) als Top-Favoriten gelten, Victoria Swarovski und Michael Ostrowski eine Performance von „Wasted Love“ planen und Vorjahrssieger JJ die Premiere seines brandneuen Songs zündet („Der ist besser als ‚Wasted Love‘!“) , ist musikalisch etwas schwächer, für uns aber dennoch deutlich spannender: Österreich ist da ja ebenso wie Frankreich und das Vereinigte Königreich ab 22.30 Uhr stimmberechtigt.
Eine gute Einstimmung auf das Grande Finale, dass am 16. Mai um 21 Uhr mit dem Mozart-Pop-Crossover „The Queen of the Night“ von JJ, einer Video-Reise seines berühmten Papier-Schiffchens von Basel nach Wien und der traditionellen Flaggenparade eröffnet wird und dann vier Stunden (!) lang Hochspannung verspricht. Die ESC-Premiere von Electroswing-König Parov Stelar mit dem neuen Hit „Black Lilies“ („Der Song Contest ist wie der Superbowl!"), das Billy Joel Cover “Vienna” von Cesar Samspon und die „Celebration“ zum 70. Geburtstag des Song Contest mit Verka Serduchka Erika Vikman und Lordi, sowie der Wahl zum größten ESC-Hit aller Zeiten ja sowieso.
Gegen 21.18 Uhr startet das Wettsingen der 25 Finalisten. Die Startreihenfolge dafür wird vom Wettbewerbsproduzenten Marvin Dietmann erst nach dem zweiten Halbfinale festgelegt. Eines ist jedoch schon fix: Der „Tanzschein“ ertönt dabei erst um 23.07 Uhr. Als allerletzter Song, denn Cosmó hat schon im März die „Glücksstartnummer“ 25 gezogen. „Es ist in Full-Circle-Moment, wenn dann das Veranstalterland den Wettbewerb beendet. Die Leute sind dann wohl auch schon aufgewärmt fürs Tanzen.“
Um 23.45 Uhr stoppen Victoria Swarovski und Michael Ostrowski das Voting. Knapp 10 Minuten später soll mit der Schweiz die Punktebekanntgabe, der 35 Länder starten. Da hoffen wir ganz oft auf den berühmten Satz: „Austria: 12 Points“. Um 0.25 Uhr will wohl wieder Ö3-Wecker-Mann Philipp Hansa die österreichische Wertung verkünden. Damit steht dann auch die Jury-Wertung fest.
In umgekehrter Reihenfolge dieser Televoting-Wertung werden nun die Publikums-Punkte vergeben. Hochspannung, die sich bis zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Top-3 steigert. Erst um 1 Uhr früh steht der Sieger des 70. Song Contest fest. Schenkt man den Wetten Glauben, dann sind es die Finnen Linda Lampenius & Pete Parkkonen.