"Werbe-Trick"

Völlig irre! ORF kassiert beim Song Contest mehr als 9 Millionen Euro für Werbung

Der ORF casht dank eines "Werbe-Tricks" beim Song Contest Millionen. Am Samstagabend wird das Finale sogar sieben Mal für Werbung unterbrochen. 

Es ist einer der großen Aufreger des Song-Contest-Abends im TV: Der ORF spielt während des ESC-Finales beinhart Werbeblöcke ein. Schon bei den beiden Halbfinali unterbrach der ORF sein Programm jeweils vier Mal, um Werbung zu bringen. 

"Werbe-Trick": ORF teilt ESC-Finale in sieben Sendungen 

Ein Umstand  der bei vielen ORF-Zusehern für großen Unmut sorgte: Denn eigentlich ist es dem ORF per Gesetz untersagt, Sendungen für Werbung zu unterbrechen. Ein Gesetzesbruch? Der ORF bedient sich einer rechtlichen Grauzone: Das Song-Contest-Finale (und die Halbfinali) werden einfach in mehrere "Sendungen" aufgeteilt. So besteht das Finale am Samstagabend aus sage und schreibe sieben (!) Sendungen: "Songs 1-7", "Songs 8-15", "Songs 16-22", "Songs "23-25", "Das Voting", "Die Entscheidung" und "Die Aftershow". 

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Mehr als 9 Millionen Euro ESC-Werbeeinnahmen

Der "Werbe-Trick" zahlt sich für den Öffentlich-Rechtlichen jedenfalls aus: Laut oe24-Informationen nimmt der Staatssender alleine an den beiden Halbfinal- und dem Finaltag mehr als 3 Millionen Euro mit Werbung ein. Am Finaltag kostet die Werbesekunde laut Preisliste stolze 2.000 Euro! Rechnet man die Sponsoring-Pakete jener 10 Unternehmen hinzu, die beim Song Contest als "Nationale Partner" auftreten, kommt der ORF sogar auf Werbeeinnahmen von mehr als 9 Millionen Euro!  

Aber: ORF macht trotzdem sattes Song-Contest-Minus 

Ein Geschäft ist der Song Contest für den ORF - trotz des gelungenen Werbeverkaufs - aber dennoch nicht: Der Song Contest kostet den Öffentlich-Rechtlichen rund 16 Millionen Euro. Bleibt also im Endeffekt ein sattes Minus von 7 Millionen Euro - das sich aber mit 750 Millionen Euro Haushaltsabgabe verschmerzen lässt.

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