Buchpräsentation

Alfons Haider über den Tod seiner Mama: So schlimm waren ihre letzten Stunden

In einem zutiefst persönlichen Gespräch mit Patrick Budgen blickt Alfons Haider auf das Leben seiner verstorbenen Mutter zurück und setzt ihr mit einem Buch ein Denkmal. 

Er war lange das Gesicht des Wiener Opernballs und ist nun das Aushängeschild der Seefestspiele Mörbisch, doch hinter der strahlenden Fassade des Entertainers Alfons Haider (68) verbirgt sich derzeit eine tiefgehende Melancholie. Im Gespräch mit Patrick Budgen in der Sendung „Hinter den Schlagzeilen“ öffnete Haider sein Herz und sprach so offen wie selten zuvor über den Abschied von seiner geliebten Mutter Anna, die im Jahr 2023 nach langer Krankheit verstarb.

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Ein Abschied voller Liebe und Dankbarkeit

Das Gespräch mit Budgen geriet zu einer hochemotionalen Zeitreise. Haider blickte auf eine Beziehung zurück, die von bedingungsloser Unterstützung geprägt war, aber auch von den Ängsten einer Mutter, die ihren Sohn vor der Welt schützen wollte. Besonders bewegend waren seine Schilderungen über die Krisen rund um sein erzwungenes Outing. Seine Mutter habe ihn in dieser Zeit „wie eine Löwin“ verteidigt.


 

Um seinen Lebensweg besser zu verstehen, nahm Anna Haider sogar 40 Stunden Therapie auf sich – für den Moderator der „größte Liebesbeweis“ ihres Lebens. Trotz Kontakten zu Weltstars wie Grace Jones blieb sie zeit ihres Lebens bescheiden und bodenständig.

Bei Budgen spricht er über ihren langen Kampf gegen die schwere Krankheit und die letzten Tage: "Das waren die letzten zwei Monate, die wirklich schlimm waren. Aber sie hat mir auch wieder ein Geschenk gemacht. 20 Tage oder drei Wochen vorm wirklichen Tod haben wir sie noch einmal im Rollstuhl hinausbekommen vor die Tür des Spitals und da hat sie ihr Lieblingseis gegessen, ein Stracciatella-Eis und war irrsinnig glücklich und hat wie ein kleines Mädchen ausgeschaut." Er habe sich dann wieder Hoffnungen gemacht. Doch fünf Jahre zuvor habe Christopher Wolf zu ihm gesagt: "Du musst deine Mutter gehen lassen."

Alfons Haider
© edition a

Dann erzählt Haider vom entscheidenden Moment: "Am Tag ihres Ablebens, gab es ganz schreckliche Eingriffe, damit die Lunge sauber wird und sie hat wirklich gekämpft. Eine Pflegerin kam dann zu mir und sagte: 'Herr Haider, wenn Sie ihre Mama wirklich lieb haben, dann sagen Sie ihr, dass Sie erwachsen sind und sie gehen kann.' Und das hab ich dann wirklich gemacht."

Buchpräsentation bei Thalia: Eine Hommage an alle Mütter

Heute, am 5. Mai 2026, tritt Alfons Haider mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit. In der Thalia-Buchhandlung auf der Mariahilfer Straße präsentiert er um 19:00 Uhr sein neues Werk „Meine Mama, die Löwin“.

Dass nun ein ganzes Buch über sie erscheint, hätte die bescheidene Anna Haider wohl kaum fassen können. „Um Gottes Willen – wen wird das interessieren?“, wäre laut Haider ihre typische Reaktion gewesen. Doch das enorme öffentliche Interesse an der heutigen Erstpräsentation beweist das Gegenteil: Die Geschichte der „Löwin“ Anna Haider berührt ein ganzes Land

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