Wiener Klubs sind Schatten ihrer selbst

Schinkels-Kolumne

Wiener Klubs sind Schatten ihrer selbst

oe24-Experte Frenkie Schinkels spricht über die Wiener Fußball-Krise.

Wenn ich über die Westautobahn nach Wien fahre, dann steht auf einem Schild: „Wien ist anders“. Zumindest Wiens Fußball ist tatsächlich anders. Es ist unglaublich, wie viel Qualität Rapid und die Austria seit der Dominanz von Salzburg verloren haben. Die Hütteldorfer haben sich im Cup gegen die Admira wenigstens ins Achtelfinale gezittert, die Favoritner sind an Kapfenberg gescheitert. Wahnsinn. Fußballerisch war das von beiden Teams Schonkost. Die Fans tun mir leid. Wiens Stadien werden in nächster Zeit nicht aus allen Nähten platzen – zum einen wegen 2 G, vor allem wegen den Leistungen.  

Legenden wie Krankl oder Prohaska leiden

Für Hans Krankl oder Herbert Prohaska muss es ein Wahnsinn sein, ihren Herzensvereinen momentan zuzusehen. Solche Legenden sollten mehr Mitspracherecht haben. Es fehlt sowieso an Fußball-Know-how in den beiden Klubs. In der Liga müssen jetzt ohne Wenn und Aber wieder Sieger her. Rapid empfängt Sturm, die Austria muss nach Hartberg – und beide Steirer-Klubs sind Favorit. Wer hätte das vor fünf Jahren gedacht.