Hinter den Kulissen brodelt es beim FC Bayern München. Die Bayern-Bosse wollen gegen die eigenen Fans vorgehen.
Sportlich läuft es beim FC Bayern München richtig rund. Der Bundesliga-Tabellenführer ist in der Meisterschaft immer noch ungeschlagen und eilt mit großen Schritten dem nächsten Meistertitel entgegen. Doch hinter den Kulissen herrscht dennoch viel Unruhe.
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Grund dafür sind diesmal die eigenen Fans. Zuletzt gab es mit lautstarken Protesten, Attacken gegen Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Pyrotechnik-Wahnsinn immer wieder Wirbel um den harten Kern der Anhänger.
Jetzt kündigt Vorstands-Chef Jan Christian Dreesen an, dass man zukünftig hart durchgreifen werde. Im Rahmen der Fanclub-Besuche rund um den Jahreswechsel war der 58-Jährige bei „De roud-weissen Neifinger“ in Neufahrn zu Gast.
Pyro-Sperre in der Champions League
Laut t-online soll auch der Pyro-Wirbel dort Thema gewesen sein. „Wir werden die Blöcke 111 bis 114 sperren müssen. Aber wir sind echt am Überlegen, ob wir die komplette Südkurve sperren. Das haben wir auch schon diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen“, gibt der Bayern-Boss Einblicke in die Planungen.
Die Block-Sperren sind nach den Verstößen der Münchner Südkurve von der UEFA vorgeschrieben, den ganzen Sektor zu sperren wäre ein harter Schritt der Verantwortlichen. Dreesen: „Das Problem ist, wenn ich jetzt die Blöcke 111 bis 114 sperre, dann verteilt sich das ja und es trifft in Teilen die Falschen. Wir könnten genauso sagen, wir sperren es komplett. Dann trifft es aber noch mehr Leute, die gar nicht beteiligt waren.“
Doch die betroffenen Fans planen bereits, wie sie gegen die Sperren vorgehen. Beim Champions-League-Heimspiel gegen Union St. Gilloise aus Belgien wollen einige Betroffene der organisierten Fan-Szene Tickets für offene Blöcke kaufen und trotz des Verbots, das sie ausgelöst haben, im Stadion sein.
Suche nach Lösung
Damit würde man nicht nur die harte Strafe der UEFA umgehen, sondern sich auch offen mit den Klub-Bossen anlegen. Für Dreesen ist klar, dass nicht alle Kartenbesitzer in den gesperrten Blöcken für die Sperre verantwortlich sind. Dementsprechend überlegt man auch, wie man die unschuldigen Opfer dennoch ins Stadion bringen kann.
Die endgültige Entscheidung, welche Sektoren gesperrt werden, fällt am Dienstag (6. Jänner). Die Bosse sind jedenfalls alarmiert, denn man spielt ab sofort zwei Jahre lang auf Bewährung. Bei weiteren Pyro-Vergehen wird sogar die ganze Südtribüne und nicht nur der untere Rang gesperrt sein.