Madrid steht Kopf! Am Montagabend um 18.30 Uhr ließ Real Madrid die Bombe platzen und verkündete offiziell die Trennung von Xabi Alonso. Nur zwei Stunden später sitzt ausgerechnet Jürgen Klopp bei ServusTV im Studio – und ganz Europa wittert sofort den nächsten Königstransfer.
Nach der dramatischen 2:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Finale der Supercopa zog Präsident Florentino Pérez die Reißleine. Ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt ist das Kapitel Xabi Alonso damit bereits wieder beendet. Der Ex-Profi war als Hoffnungsträger gekommen, als moderner Fußball-Guru, als Mann für die Zeit nach Carlo Ancelotti. Doch Madrid verzeiht keine Anlaufphase. Wer hier nicht sofort liefert, ist schneller Geschichte, als er „Galáctico“ sagen kann. Offiziell bedankt sich der Klub für Alonsos Verdienste und seine tiefe Verbundenheit mit Real – doch hinter den Kulissen war das Urteil längst gesprochen.
Perez will nur Klopp
Jetzt soll es Álvaro Arbeloa richten. Der Ex-Verteidiger übernimmt aus der zweiten Mannschaft. Real-DNA, loyal, fleißig. Doch reicht das für Mbappé, Vinícius, Bellingham & Co.? In Spanien sind die Zweifel groß. Arbeloa gilt intern als Übergangslösung – bis der große Name kommt. Und dieser große Name ist für Präsident Florentino Pérez seit Jahren derselbe: Jürgen Klopp.
»Das hat in mir nichts ausgelöst«
Der frühere Liverpool-Boss genießt in Madrid Kultstatus. Emotional, charismatisch, Titelgarant – genau das, was die Königlichen nach dem Alonso-Knall brauchen. Klopp arbeitet inzwischen im Red-Bull-Kosmos, doch die Gerüchte um Madrid reißen nicht ab. Und als er bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ auf die Entlassung von Alonso angesprochen wird, werden in Spanien die Ohren ganz groß: Es sei ein Zeichen, dass bei Real nicht alles richtig laufe, wenn ein Trainer wie Alonso nach nur einem halben Jahr gehen müsse. Gleichzeitig betont Klopp: „Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst. Der Trainermarkt wird durchgemischt, und es ist nicht schlimm, das Ganze einmal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selbst bedeuten könnte – weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist.“
Zidane & Maresca als Alternative
Doch Real weiß: Ein klares Nein hört sich anders an. Neben Klopp taucht auch Zinedine Zidane wieder auf den Listen auf, ebenso Enzo Maresca nach seinem Chelsea-Aus. Doch keiner elektrisiert Madrid so wie Klopp. Xabi Alonso ist Geschichte. Arbeloa ist die Zwischenlösung. Der Traum heißt Klopp. Und bei den Königlichen gilt seit Jahrzehnten dieselbe Regel: Wenn Real Madrid einen wirklich will, geben sie nicht auf – sie holen ihn sich.