Real Villarreal

Bestechung?

Real: Mega-Wirbel um Schiri-Geschenk

In Spanien ist Debatte um mögliche Real-Bevorzugung ausgebrochen.

In der spanischen Fußball-Meisterschaft ist wieder einmal die mögliche Bevorzugung von Leader Real Madrid durch die Schiedsrichter das große Thema. FC Barcelonas Starverteidiger Gerard Pique hatte die Diskussion am Wochenende mit einer Auflistung strittiger Szenen auf Twitter befeuert. Die Katalanen liegen bei einer Begegnung mehr einen Punkt hinter Real auf Platz zwei.

Jüngster Anstoß war ein fragwürdiger Hand-Elfmeter, den Real-Superstar Cristiano Ronaldo am Sonntag beim 3:2 in Villarreal zum zwischenzeitlichen 2:2 verwertete. Sergio Ramos wies die Anschuldigungen zurück. "Ich glaube nicht, dass dir die Schiedsrichter irgendetwas geben oder nehmen, es ist das Gegenteil, sie versuchen fair zu sein", betonte der Kapitän auf der Club-Website.

Zweifel hat aber offenbar selbst die Real-nahe Marca: Nach der hektische Partie soll Schiedsrichter Jesus Gil Manzano dem Blatt zufolge Interviews gegeben haben - mit einem Sackerl der "Königlichen" in der Hand. Dessen Assistenten wurden ebenfalls damit gesichtet.

© APA
Real Villarreal
× Real Villarreal

(c) APA

Explosionsgefahr im Titelkampf

Der Vorsitzende der spanischen Schiedsrichter-Kommission meinte daraufhin: "Da war nichts Wertvolles drinnen, nur Anhänger und Kugelschreiber." Eine Aussage, die mächtig Zündstoff birgt. In den nächsten Wochen werden die gegnerischen Vereine bei Entscheidungen pro Real wohl ganz genau hinsehen.

Am Mittwoch (21.30 Uhr) haben es die Madrilenen Mittelständler Las Palmas zu Gast. "Wir sind darauf fokussiert, uns weiter zu verbessern", sagt Ramos. Drei Punkte und der Meistertitel seien das Ziel. Barca empfängt davor (19.30 Uhr) Abstiegskandidat Sporting Gijon.

Der Titelverteidiger hat den Rückstand in den vergangenen Wochen verringert und will den Druck auf Real aufrechterhalten. "Wir müssen weiter gewinnen für den Moment, wenn sie Fehler machen", erklärt Regisseur Andres Iniesta. "Es ist gut, dass sie wissen, dass wir da sind."