Während die Stars auf dem roten Teppich glänzten brach im Hintergrund ein Streit der Hollywood-Superdiven aus.
Bei der diesjährigen Oscar-Gala in Los Angeles flogen nicht nur die Goldstatuetten tief, sondern auch die Giftpfeile. Für den Aufreger des Abends sorgte Hollywood-Ikone Jane Fonda (88), die nach der Show in bester „Schlagabtausch“-Manier gegen Kollegin Barbra Streisand (83) austeilte. Der Grund für den Unmut der Mimin: Das feierliche Tribut für die verstorbene Leinwand-Legende Robert Redford (†89).
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„Warum stand sie da oben?“
Dass ausgerechnet Barbra Streisand die ehrenvolle Aufgabe übernahm, den verstorbenen Redford zu würdigen, stieß bei Fonda auf völliges Unverständnis. Im Gespräch mit „Entertainment Tonight!“ machte sie ihrem Ärger Luft: „Ich will wissen, warum Streisand da oben stand.“
Barbara Streisand hielt eine emotionale Rede zu Ehren des verstorbenen Frauenschwarms Robert Redford.
Fondas Argumentation ist so simpel wie stichhaltig: Während sie selbst gleich viermal mit Redford vor der Kamera stand, drehte Streisand lediglich einen einzigen gemeinsamen Film mit dem Frauenschwarm. Für die 88-jährige Fonda war die Sache klar – eigentlich hätte sie auf die Bühne gehört, um ihrem langjährigen Wegbegleiter die letzte Ehre zu erweisen.
Jane Fonda war verliebt in Robert Redford.
Eine Liebe für die Ewigkeit
Hinter Fondas harter Kritik steckt offenbar weit mehr als nur berufliche Eitelkeit. Die Schauspielerin machte kein Hehl aus ihren tiefen Gefühlen für den Verstorbenen: „Ich habe mehr über ihn zu sagen“, betonte sie und gestand offen, dass sie zeit ihres Lebens in ihn verliebt gewesen sei.
„Er war der wunderbarste Mensch und hatte so großartige Werte. Und er hat viel für das Kino getan, er hat das Kino wirklich verändert und den Independent-Film gefördert.“
Die gemeinsame Filmgeschichte der beiden begann bereits 1966 mit „Ein Mann wird gejagt“. Es folgten Klassiker wie „Barfuß im Park“ (1967), „Der elektrische Reiter“ (1979) und zuletzt das spätere Alterswerk „Unsere Seelen bei Nacht“ (2017). Barbra Streisand hingegen teilte sich nur ein einziges Mal die Leinwand mit Redford – im legendären Liebesdrama „So wie wir waren“ (1973).
Tränen und Pathos auf der Bühne
Trotz der Kritik aus den eigenen Reihen lieferte Streisand am Sonntagabend eine hochemotionale Hommage ab. In ihrer Rede würdigte sie Redford als „brillanten, feinfühligen Schauspieler“ und bezeichnete ihn als „intellektuellen Cowboy“, der stets seinen eigenen Weg gegangen sei. Mit einer Gesangseinlage zu Ehren des verstorbenen Stars rührte sie das Publikum im Saal schließlich zu Tränen.
Robert Redford, der über sieben Jahrzehnte lang das Weltkino prägte und in mehr als 70 Filmen mitwirkte, hinterlässt eine gewaltige Lücke. Neben dem Regie-Oscar (1980) wurde er bereits 2002 mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Doch während Hollywood den Abschied feierte, bleibt in der Causa Fonda gegen Streisand ein bitterer Beigeschmack zurück.