Albanien entwickelt sich zum neuen Trendziel am Mittelmeer. Türkisblaues Wasser, spektakuläre Strände und beeindruckende Berglandschaften machen das Balkanland zu einer spannenden Alternative zu Kroatien. Wir verraten, warum immer mehr Urlauber an die Albanische Riviera reisen.
Kroatien gilt seit Jahren als eines der beliebtesten Reiseziele am Mittelmeer. Glasklares Wasser, historische Städte und eine spektakuläre Küstenlandschaft locken jeden Sommer Millionen Urlauber an die Adria. Doch in den letzten Jahren hat sich ein neues Ziel immer stärker in den Fokus von Reisenden geschoben: Albanien. Das kleine Balkanland zwischen Montenegro und Griechenland wird inzwischen oft als die „neuen Malediven Europas“ bezeichnet – und das aus gutem Grund.
Während Kroatien längst ein etablierter Tourismus-Hotspot ist, wirkt Albanien vielerorts noch wie ein unentdecktes Paradies. Traumhafte Strände, eine beeindruckende Natur und eine jahrtausendealte Kultur treffen hier auf vergleichsweise günstige Preise und deutlich weniger Massentourismus.
Traumstrände an der Albanischen Riviera
Die Strände der Albanischen Riviera gehören zu den schönsten der gesamten Balkanregion. Helle Kieselstrände, zerklüftete Felsen und kristallklares Wasser erinnern an die Küsten Kroatiens – nur dass hier vielerorts noch deutlich weniger los ist. Orte wie Dhërmi, Himara oder Qeparo liegen malerisch an den Hängen oberhalb des Meeres und haben sich in den vergangenen Jahren zu beliebten Badeorten entwickelt.
Der Unterschied zu Kroatien: Während viele kroatische Strände im Hochsommer stark überlaufen sind, finden Reisende in Albanien noch ruhige Buchten und unberührte Küstenabschnitte. Dazu kommen vergleichsweise günstige Preise für Hotels, Restaurants und Strandbars – ein weiterer Grund für den aktuellen Tourismusboom.
Natur und Berge direkt hinter der Küste
Nicht nur Badeurlauber kommen hier auf ihre Kosten. Direkt hinter der Küste ragt das Küstengebirge mit Gipfeln von bis zu 2.000 Metern auf. Wanderer können entlang alter Pfade zwischen Olivenhainen, Zitrusplantagen und Bergdörfern unterwegs sein und dabei spektakuläre Ausblicke auf das Meer genießen.
Besonders im Frühling und Herbst zeigt sich die Region von ihrer schönsten Seite. Dann sind die Temperaturen ideal für Wanderungen entlang der Küste oder hinauf in die Berge – ein Vorteil gegenüber vielen klassischen Stranddestinationen.
Noch wilder wird die Landschaft im Norden des Landes. In den Albanischen Alpen rund um das Dorf Theth finden Bergwanderer eine völlig andere Welt: steile Gipfel, tiefe Täler und unberührte Natur. Der Fernwanderweg „Peaks of the Balkans“ führt hier über fast 200 Kilometer durch Albanien, Montenegro und Kosovo.
UNESCO-Welterbe und historische Städte
Auch kulturell hat Albanien überraschend viel zu bieten. Während Kroatien mit Städten wie Dubrovnik oder Split punktet, beeindruckt Albanien mit weniger bekannten, aber ebenso faszinierenden historischen Orten.
Nur etwa 20 Kilometer südlich der Küstenstadt Saranda liegt beispielsweise die antike Ruinenstadt Butrint. Die Überreste von Amphitheatern, Kirchen und alten Stadtmauern liegen idyllisch auf einer Halbinsel inmitten eines Sees und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Landesinneren wiederum befindet sich die Stadt Gjirokastra, auch „Stadt aus Stein“ genannt. Hier prägen osmanische Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert das Stadtbild, während eine mächtige Burg über der Altstadt thront. Auch die historische Stadt Berat mit ihren dicht aneinandergereihten Häusern zählt zum UNESCO-Welterbe und ist ein Highlight für Kulturliebhaber.
Günstiger als Kroatien
Ein entscheidender Unterschied zwischen Kroatien und Albanien zeigt sich beim Preis. Während Kroatien in den letzten Jahren deutlich teurer geworden ist, gilt Albanien aktuell als eines der günstigsten Reiseziele Europas.
Hotels, Restaurants und Aktivitäten kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was Urlauber an der kroatischen Küste bezahlen. Neue Flugverbindungen und günstige Airlines haben außerdem dafür gesorgt, dass die Anreise deutlich einfacher geworden ist. Alternativ gelangen Reisende auch über die griechische Insel Korfu mit der Fähre in etwa 30 Minuten in die albanische Hafenstadt Saranda.
Kein Wunder also, dass Reiseportale immer mehr Suchanfragen für Albanien verzeichnen und Hotels in der Hauptsaison teilweise schon Monate im Voraus ausgebucht sind.
Wird Albanien wirklich das neue Kroatien?
Noch steht Albanien touristisch am Anfang einer Entwicklung, die Kroatien bereits vor Jahrzehnten erlebt hat. Doch die Zutaten für einen echten Boom sind vorhanden: spektakuläre Strände, beeindruckende Berge, historische Städte und vergleichsweise günstige Preise.
Wer das Mittelmeer erleben möchte, bevor ein Reiseziel vollständig vom Massentourismus entdeckt wird, sollte Albanien jetzt auf die Liste setzen. Denn die „neuen Malediven Europas“ könnten schon bald kein Geheimtipp mehr sein.