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24 Mio. für 23 Spiele? Die teure Entscheidung Rosenior

Chelsea ist seit Jahrzehnten für seine Trainer-Rauswürfe bekannt, doch mit der letzten haben sie wohl selbst für ihre Verhältnisse den Vogel abgeschossen. Liam Rosenior muss nach 23 Spielen wieder gehen – und bekommt für jedes davon eventuell über eine Million Pfund Abfertigung.

Enzo Maresca schaffte 92 Spiele an der Seitenlinie für die Blues, wurde am Weg Conference-League-Sieger und auch bei der neuen Klub-WM war er erfolgreich. Doch das, gepaart mit einem Punkteschnitt von 1,92(!) war nicht genug um im Job zu bleiben. Und trotzdem war diese Entlassung nichts im Vergleich zu seinem Nachfolger.

Liam Rosenior wurde im BlueCo-Stall - dem Inhaber Chelseas - großgezogen. Bereits 2024 brachten ihn die Eigentümer zu Schwesterklub Strasbourg, wo er sich mit erfolgreicher Arbeit für den Trainer(schleuder)sitz in London empfahl. Nun wurde das eigene Trainertalent nach nur 23 Partien in den Wind geschossen.

Nur 4,6 Mio. Euro Abfindung?

Wie es sich für die neuen Besitzer Chelseas aber gehört, wurde er vorher mit einem enormen Vertrag ausgestattet: Sechs-einhalb Jahre, bis 2032, und mit rund 4,6 Millionen Euro Gehalt pro Jahr. Um den 41-Jährigen aus Frankreich loszueisen, wurde eine nicht veröffentlichte Ablösesumme gezahlt (diese bleibt immerhin im eigenen Portfolio).

Nach drei Monaten war nun Schluss. Rechnet man das Gehalt auf die verbleibende Vertragslaufzeit, könnte dem Verein eine Entschädigung von 24 Mio. Pfund, oder fast 28 Mio. Euro, bevorstehen. Allerdings gibt es auch Medienberichte, wonach der Verein eine "Break-Clause" hat, aufgrund der "nur" ein Jahresgehalt fällig wird – für 103 Tage Arbeit wohlgemerkt.

Wer wird sein Nachfolger?

Diese waren aber wenig erfolgreich, obwohl sechs der ersten sieben Partien gewonnen wurden. Dafür von den letzten acht aber wiederum nur eines, fünf Liga-Spiele am Stück blieb Chelsea ohne eigenen Treffer. Diesen Negativ-Rekord gab es an der Stamford Bridge zuletzt 1912.

Mit sieben Punkten Rückstand auf den Fünften Liverpool geriet die Qualifikation für die Champions League in weite Ferne. Gemeinsam mit dem anstehenden FA-Cup-Halbfinale gegen Leeds am Sonntag sahen sich Todd Boehly und Behdad Eghbali, die Klub-führenden Personen der Eigentümer, zu diesem Schritt gezwungen.

Callum McFarlane wird vorerst als Interimstrainer einspringen. Als langfristiger Nachfolger werden Ex-Dortmunder Edin Terzic, Andoni Iraola (Bournemouth), Marco Silva (Fulham) oder die beiden Ex-Spieler Cesc Fabregas (Como) und Felipe Luis (zuletzt Flamengo) gehandelt.

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