Sechs Monate vor dem WM-Auftakt der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada schockt Donald Trump mit einem Angriff auf Venezuela. Das könnte auch für die Mega-Weltmeisterschaft gravierende Auswirkungen haben.
Die USA haben bei einem Militäreinsatz in Venezuela Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und ihn außer Landes gebracht. Die Vereinigten Staaten wollen die Führung des südamerikanischen Landes bis zu einem sicheren Wechsel übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag Stunden danach in seiner Privatresidenz im US-Staat Florida auf einer Pressekonferenz. So lief die Operation "Absolute Resolve" (deutsch: "Absolute Entschlossenheit") nach US-Darstellung ab.
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Doch genau diese Operation könnte nun enorme Auswirkungen auf die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada haben. Viele Fans gehen schon auf die Barrikaden, dass ein Land wie die Vereinigten Staaten von Amerika derzeit kein geeignetes Land für die Austragung einer Endrunde sei.
Besonders kurios ist, dass Trump noch bei der Auslosung im Dezember einen neu erfundenen Friedenspreis von FIFA-Boss GIanni Infantino überreicht bekommen hatte. Nicht einmal einen Monat später ließ Trump den südamerikanischen Staat angreifen.
Einreise-Verbot für WM-Starter
Noch dazu wird die Reise für viele Fans zunehmend erschwert. Vor wenigen Tagen verhängte Trump auch Einreiseverbote gegen Einwohner der WM-Teilnehmer Senegal und der Elfenbeinküste. Während die USA derzeit beim Fußball-Weltverband (FIFA) noch unumstritten sind, werden auf Social Media schon Vergleiche mit Russland gezogen, die seit dem Angriffskrieg in der Ukraine aus allen Bewerben verbannt wurden.
Doch nicht nur die Nationalmannschaft der USA könnte aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse sanktioniert werden. Laut FIFA-Statuten hat der Sicherheitsrat des Verbandes die Möglichkeit, einem Land den Status als Austragungsort zu entziehen, wenn man Kriegsmaßnahmen ergreift oder ein Staatsoberhaupt entführt wird.
Mit dem Vorstoß in Venezuela hätte Trump beide Gründe erfüllt, doch ein Vorgehen der FIFA ist vor allem aufgrund der engen Verbindung mit Infantino mehr als unrealistisch, wodurch das umstrittene Fußball-Oberhaupt noch mehr in Kritik geraten könnte.