Dry January

Vorsicht! Diese Lebensmittel enthalten heimlich Alkohol

Wer im Jänner wirklich auf Alkohol verzichten will, sollte nicht nur die Flasche im Schrank stehen lassen. Auch viele überraschende Lebensmittel können heimlich Alkohol enthalten. Besonders in Fertigprodukten, Desserts und Saucen lauern die unerwarteten Alkoholfallen!

Egal ob Sie trockener Alkoholiker sind, beim Dry January mitmachen oder aus anderen Gründen keinen Alkohol trinken: Für viele Menschen ist es besonders wichtig, auf versteckten Alkohol zu achten. Während man bei klassischen Desserts wie Rumkugeln oder Eierlikörkuchen schon mit Alkohol rechnet, sind viele andere Produkte eine Überraschung: Fertigsuppen, Schokotorten oder sogar Fruchtsäfte können Alkohol enthalten, ohne dass man es auf den ersten Blick vermuten würde.

So erkennen Sie Alkohol in Lebensmitteln

Vorsicht! Diese Lebensmittel enthalten heimlich Alkohol
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Das Problem: Alkohol wird nicht immer klar auf der Zutatenliste angegeben. Die Kennzeichnungspflicht gilt nur für Getränke, die mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol enthalten. Bei vielen Lebensmitteln, die nur eine geringe Menge Alkohol beinhalten, bleibt der Alkoholgehalt oft unbemerkt. Hier hilft nur ein genauer Blick auf das Kleingedruckte.
Wenn Sie den Alkoholgehalt vermeiden möchten, achten Sie auf folgende Begriffe in der Zutatenliste:

  • Ethanol / Äthanol
  • Ethylalkohol / Äthylalkohol
  • Trinkalkohol
  • E 334 (Weinsäure)
  • E 1519 (Benzylalkohol oder Phenylmethanol)

Diese Zutaten können Hinweise auf einen versteckten Alkoholgehalt geben.

Warum ist Alkohol in so vielen Lebensmitteln enthalten?

Alkohol wird oft als Konservierungsmittel und Geschmacksträger verwendet. In vielen industriellen Lebensmitteln wird er auch als Lösungsmittel für Aromen genutzt und das merkt man nicht sofort! Auch durch den natürlichen Gärungsprozess in Lebensmitteln wie Fruchtsäften, Kefir oder Brot kann minimaler Alkohol entstehen. Aber keine Panik: Laut Verbraucherzentrale ist der natürliche Alkoholgehalt unbedenklich und liegt oft unter 0,3% Volumenprozent.

Diese Lebensmittel können versteckten Alkohol enthalten

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  • Cremeschnitten
  • Schokotorten
  • Fruchtsäfte (durch natürliche Gärung kann ein geringer Alkoholgehalt enthalten sein)
  • Süßigkeiten wie Marzipan und Schokoriegel
  • Weingummi
  • Fertigsuppen
  • Saucen (z.B. in Saucen für Pasta oder Fleischgerichte)
  • Bratensoßen
  • Weinsauerkraut
  • Käsefondue
  • Marmeladen
  • Christstollen
  • Fertigkuchen
  • Eis
  • Fertiggerichte

Mythos: Alkohol verdampft beim Kochen

Der Mythos, dass Alkohol beim Kochen oder Backen vollständig verdampft, ist leider falsch! Zwar verdampft reiner Alkohol bei rund 78 Grad Celsius, aber in der Regel wird beim Kochen oder Backen nicht nur reiner Alkohol verwendet. Häufig kommen Wein, Likör oder Bier zum Einsatz, die auch nach längerem Erhitzen noch Reste von Alkohol enthalten. Auch Stoffe wie Fett können den Verdampfungsprozess des Alkohols behindern, was bedeutet, dass auch bei langen Kochzeiten noch immer ein erheblicher Teil des Alkohols im Gericht verbleibt.

Wer sich entschlossen hat, den Dry January durchzuziehen oder aus anderen Gründen keinen Alkohol konsumieren möchte, sollte sich der versteckten Alkoholquellen in Lebensmitteln bewusst sein.

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