Disziplin

Nach 66 Jahren: "Vulkankönigin" Margrethe (86) gibt das Rauchen auf!

Das Ende einer Ära: Warum Dänemarks "Vulkankönigin" mit 86 Jahren die letzte Zigarette ausdämpfte. 

Nach 66 Jahren ist Schluss: Dänemarks einstige Monarchin Margrethe entsagt mit 86 Jahren dem Tabak. Was Jahrzehnte als unumstößliches Markenzeichen galt, endete nun überraschend aus medizinischer Notwendigkeit. Ein später, aber konsequenter Schritt im Dienste der eigenen Genesung. 

Mehr lesen: 

Ein royaler Abschied vom Glimmstängel

In ihrer Heimat Dänemark war sie über Jahrzehnte hinweg nicht nur als Staatsoberhaupt, sondern auch als die "Vulkankönigin" bekannt. Der Grund für diesen wenig subtilen Beinamen war so simpel wie öffentlich: Königin Margrethe pflegte eine lebenslange, passionierte Leidenschaft für das Rauchen. Doch nun, im hohen Alter von 83 Jahren und nach einer beeindruckenden "Raucherkarriere" von 66 Jahren, hat die Monarchin den endgültigen Schlussstrich gezogen. 

"Es ist richtig, dass die Königin nicht mehr raucht", konstatierte die Kommunikationschefin des dänischen Hofes gegenüber der Zeitschrift "B.T." und beendete damit offizielle Spekulationen über den Sinneswandel der Alt-Königin

Medizinische Notwendigkeit

Der Grund für den plötzlichen Verzicht ist weniger in einer späten Reue, sondern vielmehr in den Erfordernissen der modernen Medizin zu finden. Ende Februar musste sich Margrethe einem schwerwiegenden Eingriff am Rücken unterziehen. Dass dieser Eingriff bei einer aktiven Raucherin ihres Alters überhaupt durchgeführt wurde, grenzt an eine medizinische Ausnahmeentscheidung. 

Tom Bendix, ehemaliger Chefarzt und Rückenspezialist am rennomierten Righospitalet verdeutlichte die strengen Kriterien der dänischen Medizin: "Es gibt in Dänemark einfach Orte, an denen Raucher nicht operiert werden, weil sie schlechter abschneiden als Nichtraucher." 

Nach 66 Jahren:
© Getty Images

Ein operativer Eingriff dieser Größenordnung verlangt dem Körper Höchstleistungen ab, die durch den langjährigen Tabakkonsum massiv erschwert werden.

Ein Irrtum der Monarchin

Noch vor wenigen Monaten gab sich Margrethe im Magazin "Weekendavisen" betont und unbeeindruckt von den gesundheitlichen Warnungen. In Bezug auf ein mögliches Ende ihres Lasters erklärte sie damals trocken: "Jetzt bin ich so alt, dass es keine Rolle mehr spielt." Berichten zufolge soll sie in ihren intensivsten Zeiten bis zu 60 Zigaretten täglich konsumiert haben. 


 

Die medizinische Faktenlage spricht indes eine andere Sprache. Auch wenn sich das Risiko für schwere Erkrankungen - von Gefäßschäden bis hin zu knapp 20 Prozent aller Krebserkrankungen, die mit Tabak assoziiert werden - nicht innerhalb weniger Monate vollständig neutralisieren lässt, so ist der Stopp für den unmittelbaren Heilungsprozess nach einer OP essenziell.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten