Lothar Matthäus

Böse Überraschung

Loddar: Krimi um Salzburg-Scheidung

Staatsanwalt ermittelt wegen Fälschung. Kein Meldezettel in Hallein!

Noch macht sich der Ex-Kicker wenig Sorgen. In der Nacht von Sonntag auf Montag feierte er ausgelassen in München seinen 50. Geburtstag. Mit dabei seine Ex-Frauen Sylvia und Marijana sowie Neo-Flamme Ariadne. Nur Liliana Matthäus (23) fehlte – auf sie ist er derzeit kaum gut zu sprechen.

Denn ihr Antrag, die Blitz-Scheidung (Aktenzeichen 31 FAM 15/11z) in Hallein bei Salzburg am 2. Februar 2011 zu prüfen, löst nun einen Justiz-Krimi um den Ex-Bayern-Star aus. Die Staatsanwaltschaft Hallein prüft, ob sich Matthäus der Urkundenfälschung (Paragraf 223 Strafgesetzbuch) schuldig gemacht hat (es gilt die Unschuldsvermutung).

Kein Meldezettel
Hintergrund: Lilianas Anwalt behauptet in einem Schreiben, Matthäus habe "an der von ihm angegebenen Adresse zumindest in der Zeit der gemeinsamen Ehe nie gewohnt". Konkret geht es um einen Meldezettel für Hallein, an dessen Adresse aber ein Bürohaus steht.

Halleins Bürgermeister Christian Stöckl kann Matthäus nicht finden. Nach der ÖSTERREICH-Anfrage gab er den Auftrag, im Meldeamt den Meldezettel von Matthäus ausheben zu lassen. Doch: "Wir finden keine Anmeldung. Damit war er hier nie gemeldet." Sollte es einen Meldezettel aus Hallein geben, "dann könnte es sein, dass es sich um eine Fälschung handelt".

Zwei Jahre Haft
"Das Ganze fußt auf den Behauptungen von Frau Matthäus. Ob das so richtig ist, wird nun überprüft", sagt Barbara Feichtinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, zu ÖSTERREICH. Wird eine Schuld nachgewiesen, drohen bis zu zwei Jahre Haft .

Matthäus-Anwalt wehrt sich
"Es wird zu keinem Verfahren kommen", kontert nun Matthäus’ Salzburger Anwalt Dr. Robert Galler in ÖSTERREICH. "Ja, es wurde ein Meldezettel abgegeben, aber nicht mit einer Adresse in Hallein. Herr Matthäus hat einen Wohnsitz in Salzburg.“

Gut möglich, dass Liliana finanzielle Interessen verfolgt. Sie soll bei der Scheidung auf Unterhalts- und Zugewinnansprüche verzichtet haben. Galler zu ÖSTERREICH: "Die Ehe war ja sehr kurz. Dafür wurde Frau Matthäus angemessen entschädigt ..."