Bad Bunny schrieb beim Super Bowl 2026 Geschichte! Doch während alle über seine Performance sprechen, rätselt die Fashion-Welt über sein Outfit. Der Weltstar verzichtete auf Luxus-Labels und trug stattdessen Zara – mit einer versteckten Botschaft.
Was für eine Woche für Benito Antonio Martínez Ocasio! Erst vor wenigen Tagen räumte der Puerto-Ricaner bei den Grammys ab. Doch wer dachte, der Musiker würde sich nach seinem Schiaparelli-Auftritt bei den Grammys nun bei seinem Superbowl-Auftritt in reine Haute Couture hüllen, der irrte gewaltig.
Bad Bunny setzt auf Low-Budget statt Luxus
Bei seinem Auftritt im Levi’s Stadium begeisterte Bad Bunny in einem monochromen Look in der Trendfarbe "Cloud Dancer". Die Begeisterung folgte prompt: Das gesamte Outfit stammt nicht etwa von einem Luxuslabel, sondern vom spanischen High-Street-Retailer Zara!
Warum trägt ein Multimillionär beim meistgesehenen TV-Event des Jahres eine Marke, die wir alle im Schrank haben? Ganz einfach: Als Statement. Bad Bunny bleibt sich treu. Er singt als erster Künstler in der Geschichte die komplette Halftime-Show auf Spanisch – und trägt dazu eine Marke, die wie keine andere für die globale Demokratisierung von Mode steht.
"Ocasio 64": Die rührende Botschaft hinter der Nummer
Besonders ein Detail sorgte für Tuscheln auf der Tribüne: Bad Bunny trug ein Football-inspiriertes Jersey über Hemd und Krawatte. Auf dem Rücken prangte der Name "Ocasio", vorne die Nummer 64. Der emotionale Hintergrund: "Ocasio" ist der Mädchenname seiner Mutter, Lysaurie Ocasio. Die versteckte Zahl: Die 64 steht für ihr Geburtsjahr 1964.
Doch damit nicht genug. Denn 1964 war auch das Jahr, in dem die "U.S.-Puerto Rico Commission on the Status of Puerto Rico" ins Leben gerufen wurde. Es war der Moment, in dem die USA erstmals offiziell den (oft kritisierten) politischen Status der Insel unter die Lupe nahmen.
Für Bad Bunny, der seine Heimat Puerto Rico liebt und die US-Politik sowie Donald Trump immer wieder scharf kritisiert, ist diese Zahl also sowas wie ein modischer Mittelfinger. Er nutzt die gigantische Super-Bowl-Bühne, um an den Kampf um Selbstbestimmung und Identität zu erinnern.
Modischer Seitenhieb gegen Donald Trump
Somit war die Show mehr als nur Entertainment – sie war eine politische Demonstration. Dass Bad Bunny konsequent auf Spanisch performte, trotz massiver Kritik aus konservativen US-Kreisen, war ein klares Statement in Richtung der harten Migrationspolitik von Donald Trump.
Schon bei den Grammys wetterte er gegen die US-Grenzschutzbehörde ICE: "Wir sind keine Tiere, wir sind Menschen!" Mit prominenter Latino-Unterstützung von Jessica Alba, Ricky Martin, Pedro Pascal und Co. zeigte er: Die Latin-Culture lässt sich nicht zum Schweigen bringen - schon gar nicht auf der größten Bühne der Welt.