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WM 2026: Alle Spielorte und Stadien

Die 104 Spiele der Fußball-WM 2026 werden vom 11. Juni bis 19. Juli in insgesamt 16 Stadien bzw. Städten in Kanada (2), Mexiko (3) und den USA (11) ausgetragen. 

Das größte Fassungsvermögen hat das Dallas-Stadion mit knapp 94.000 Plätzen, das kleinste das Toronto Stadium mit rund 45.000.

Am weitesten auseinander liegen die Städte Vancouver und Miami mit mehr als 4.500 km bzw. knapp sieben Flugstunden. Ein Überblick über die Städte und Arenen:

KANADA (13 Spiele)

Toronto: Die Hauptstadt der Provinz Ontario ist mit rund drei Millionen Einwohnern die größte Metropole Kanadas. Toronto liegt am Ontariosee, die Skyline der Stadt wird überragt vom 553 m hohen Canadian National Tower. Das Wahrzeichen ist der höchste Turm Amerikas. Das architektonisch markante Toronto Stadium (BMO Field) mit seinen offenen bzw. niedrig verbauten Kopfseiten ist die Heimat von MLS-Club Toronto FC. In der kleinsten WM-Arena finden sechs Spiele statt, darunter die Eröffnungspartie der Kanadier am 12. Juni.

Vancouver: Ganz im Südwesten von British Columbia gelegen ist die drittgrößte Stadt des Landes Kanadas Tor zum Pazifik. Vancouver ist umgeben von Wasser (Strait of Georgia) und Bergen (North Shore Mountains) und gilt als einer der lebenswertesten Orte weltweit. Die US-Grenze befindet sich keine 50 km südlich. Sieben WM-Matches werden im BC Place ausgetragen, darunter ein Achtelfinale. Die geschlossene Arena, deren Dach geöffnet werden kann, fasst mehr als 54.000 Plätze. Das Stadion - Heimat des MLS-Teams Vancouver Whitecaps - wurde u.a. für Olympia 2010 und die Frauen-Fußball-WM 2015 genutzt.

MEXIKO (13 Spiele)

Mexiko-Stadt: Die mexikanische Hauptstadt gehört zu den größten Metropolen der Welt. Mehr als 21 Millionen Menschen leben in der Region um die Kapitale, die das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes ist. Mexiko-Stadt liegt auf mehr als 2.200 m Seehöhe, was für die Teams, die hier spielen, eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Das Mexiko-Stadt-Stadion (Estadio Azteca) gehört zu den berühmtesten Arenen des Planeten, findet hier doch nach 1970 und 1986 zum dritten Mal eine Fußball-WM statt. Mit rund 83.000 Plätzen ist es das größte Stadion Lateinamerikas. Fünf WM-Spiele gibt es hier, darunter die Eröffnungspartie zwischen Mexiko und Südafrika am 11. Juli.

Guadalajara: Dünne Luft herrscht auch in der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, die eine Höhenlage von fast 1.600 m hat und knapp 500 km nordwestlich von Mexiko-Stadt liegt. Das WM-Stadion (Estadio Akron) hat eine Kapazität von 48.000 Zuschauern und besticht durch seine spektakuläre Architektur, die an einen überdachten Grashügel erinnert. Vier Gruppenspiele werden hier abgehalten.

Monterrey: Die Millionenstadt liegt im Nordosten Mexikos und ist umgeben von einer eindrucksvollen Bergkulisse. Im Monterrey-Stadion haben rund 53.500 Zuschauer Platz - zu sehen gibt es vier WM-Spiele, drei Gruppenspiele und ein Sechzehntelfinale.

USA (78 Spiele)

Atlanta: Die Hauptstadt des US-Staates Georgia hat gemessen am Passagier- und Flugaufkommen den frequentiertesten Flughafen der Welt. Die stylische, 1,4 Milliarden Dollar teure WM-Arena mit verschließbarem Dach und 75.000 Plätzen wurde erst 2017 eingeweiht. Zwei Jahre später fand hier die Super Bowl LIII statt. Auch die FIFA-Club-WM machte im Vorjahr Station. Normalerweise sind hier die Atlanta Falcons (NFL) und Atlanta United (MLS) zuhause - während der WM gibt es in der Arena acht Spiele, darunter das zweite Halbfinale am 15. Juli.

Boston: Die Metropole liegt im Nordosten der Vereinigten Staaten an der Massachusetts Bay und ist eine der ältesten, geschichtsträchtigsten Städte des Landes. Boston ist berühmt für seine nahe gelegenen Elite-Universitäten (Harvard, MIT) und erfolgsverwöhnten Sportteams (Celtics/NBA, Red Sox/MLB, Bruins/NHL und New England Patriots/NFL). Im Stadion in Foxborough (rund 65.000 Plätze) sind sieben Spiele angesetzt, davon ein Viertelfinale.

Dallas: Die Millionenstadt in Texas gehört zu den wirtschaftsstärksten Metropolen in den USA. Dallas stellt das größte WM-Stadion (94.000), das allerdings in Arlington steht. Im spektakulären Sporttempel mit Schiebedach und riesigen Videoscreens an der Decke sind die Dallas Cowboys beheimatet. Der Komplex wird auch "Jerry World" genannt, nach dem Cowboys-Besitzer Jerry Jones. Regelmäßig für Diskussionen sorgt das Licht bei Sonnenuntergang, das durch riesige Fenster an der Kopfseite in die Arena scheint und einen enormen Blendeffekt hat. Im Stadion finden neun Spiele statt, darunter das Gruppenmatch zwischen Argentinien und Österreich (22. Juni) sowie vier K.o.-Partien (ein Halbfinale).

Houston: Die größte Stadt von Texas ist die viertgrößte des Landes, sie ist bekannt für ihre Ölindustrie oder auch für das NASA-Space-Center. Bis zum Golf von Mexiko sind es von der City aus 80 km. Die hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit im Sommer werden für die WM-Teams nicht zum Problem, da die sieben geplanten Partien im überdachten Stadion der Houston Texans (72.000 Plätze) über die Bühne gehen.

Kansas City: Die Stadt mit rund einer halben Million Einwohner ist die größte in Missouri und wird gerne mit ihrer gleichnamigen Schwesterstadt im Nachbarstaat Kansas verwechselt. Beide Orte liegen sich an der Landesgrenze rund um die Mündung des Kansas River in den Missouri River gegenüber. Der WM-Ort verfügt mit dem Arrowhead Stadium über eine alte, traditionelle Arena ohne Dach. Mehr als 73.000 Menschen finden Platz in dem Rund, das als eines der lautesten weltweit gilt. Die Kansas City Chiefs tragen hier ihre NFL-Heimspiele aus, während der WM gibt es sechs Matches. Das ÖFB-Team duelliert sich hier am 27. Juni mit Algerien.

Los Angeles: Die südkalifornische Metropole ist die zweitgrößte der USA und durch die Traumfabrik Hollywood die Heimat der Stars und Sternchen. Die sonnenverwöhnte Stadt liegt am Pazifik und ist berühmt für ihre langen Strände. Das 2020 fertiggestellte und ca. 5,5 Milliarden Dollar teure Los-Angeles-Stadion (SoFi Stadium) in Inglewood schindet architektonisch kräftig Eindruck und ist nur einen Katzensprung vom internationalen Flughafen entfernt. Mit den L.A. Rams und den Chargers haben gleich zwei NFL-Teams hier ihr Zuhause. Rund 70.000 Zuschauer haben Platz, zu sehen gibt es acht WM-Spiele, darunter ein Viertelfinale.

Miami: Für viele gilt die Stadt im Süden Floridas als Traumdestination: Strände, Sommertemperaturen das ganze Jahr, Jetset, die Everglades und die nahen Tropikinseln der Florida Keys sind ein paar Gründe dafür. Miami hat einen starken lateinamerikanischen Einfluss und eine große kubanische Community. Das Miami-Stadion (Hard Rock Stadium) mit 65.000 Plätzen ist die Heimat der Dolphins (NFL) und oftmaliger Super-Bowl-Austragungsort. Sieben WM-Partien, darunter ein Viertelfinale und das Spiel um Platz drei, sind da angesetzt.

New York/New Jersey: Die größte US-Metropole - mit all ihren zahllosen Sehenswürdigkeiten zwischen Freiheitsstatue und Central Park, zwischen Staten Island, Manhattan und Queens - ist genau genommen gar kein WM-Spielort. Denn die Matches werden jenseits des Hudson Rivers im benachbarten New Jersey abgehalten. In East Rutherford steht die Arena (MetLife Stadium/Kapazität 82.500), die sich die NFL-Clubs NY Giants und NY Jets teilen. In dem Stadion ohne Dach können acht WM-Partien besucht werden, der Höhepunkt ist das Finale am 19. Juli.

Philadelphia: Die zweitgrößte Stadt an der US-Ostküste ist eine der bedeutendsten in der amerikanischen Geschichte. Hier wurde am 4. Juli vor 250 Jahren die Unabhängigkeit verkündet - der Jahrestag ist der größte Feiertag des Landes - und die Verfassung beschlossen. "Philly" war zudem einige Zeit im 18. Jahrhundert US-Hauptstadt. Im hiesigen Stadion - Heimstätte der Philadelphia Eagles (NFL) - mit einem Fassungsvermögen von fast 70.000 Menschen haben sechs WM-Matches ihre Bühne.

San Francisco: Auch die einstige Hippie-City mit der Golden-Gate-Brücke als Wahrzeichen ist genau genommen kein WM-Spielort, sondern das Aushängeschild der sogenannten Bay Area - die kalifornische Region um die Bucht von San Francisco zwischen Oakland und San Jose. Das rund 70.000 Fans fassende WM-Rund - Zuhause der 49ers (NFL) - befindet sich 70 km südöstlich von San Francisco in Santa Clara mitten im Silicon Valley. Eines der sechs WM-Partien hier ist Österreichs erstes Gruppenspiel am 16. Juni gegen Jordanien.

Seattle: Die Stadt liegt ganz im Nordwesten der USA im Staat Washington und gilt als einer der lebenswertesten Orte des Landes. Aus der modernen Skyline sticht die "Space Needle", ein 184 m hoher Restaurantturm, heraus. Im architektonisch reizvollen Seattle-Stadion haben 69.000 Zuschauer Platz, normalerweise spielen hier die Sounders (MLS) und die Seahawks, der amtierende NFL-Champion. Die als äußerst laut geltende Open-Air-Arena, die auch bei der Club-WM im Vorjahr verwendet wurde, wird während der Weltmeisterschaft sechs Mal Gastgeber sein.

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