Nach zwei turbulenten Sommer-Transferphasen will man beim FC Bayern München für mehr Ruhe sorgen, allerdings haben die Sport-Bosse Max Eberl und Christoph Freund nicht viel finanziellen Spielraum.
Vor zwei Jahren sorgte die Trainersuche des FC Bayern für Schlagzeilen, letzten Sommer beherrschte die Absagenflut vieler Wunschspieler die Unruhe in München. Für das kommende Transferfenster nach der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada haben die sportlichen Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters bereits einen klaren Plan zurechtgelegt, müssen allerdings weiterhin sparen.
- Lothar Matthäus über Manuel Neuer: "Dieses Tischtuch ist zerschnitten"
- Bayern-Star darf für Mini-Ablöse gehen
- „Deutscher Friedhof!“: Spanische Medien attackieren Bayern
Die angeordneten Sparmaßnahmen waren auch mehrfach das Problem, das in der Vergangenheit für Wirbel gesorgt hatte. Dennoch liegt man in der Meisterschaft unangefochten an der Tabellenspitze und hat nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Real Madrid sogar noch berechtigte Hoffnungen auf das Triple.
Federführend und mitverantwortlich für den Erfolg waren die Sport-Bosse Max Eberl und Christoph Freund, die trotz der Aufregung ihren Weg konsequent durchgezogen haben. Mehrfach betonte Eberl dabei, dass man - vor allem bei Vertragsverlängerungen - versucht, die Gehaltsstruktur zu senken.
Geheimtreffen zwischen Kompany und Hoeneß
Mit Vincent Kompany als Trainer ist ebenfalls ein absoluter Glücksgriff gelungen. Der ehemalige Guardiola-Lehrling ist mittlerweile selbst zum anerkannten Meister geworden und wird mittlerweile sogar als Nachfolger des Spaniers bei Manchester City ins Spiel gebracht. Doch daran denkt der Belgier derzeit noch gar nicht.
Der 39-jährige Coach gilt auch als starker Unterstützer des Sparkurses. Wie die Sport BILD berichtet, kam es deshalb auch schon zu einem Treffen mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß, in dem der Trainer seine Zukunftsstrategie präsentiert und auch abgesegnet bekommen hat. Darin war enthalten, dass man zukünftig wieder mehr Fokus auf die eigene Jugendausbildung legt. Shooting-Star Lennart Karl ist das beste Beispiel, dass dieser Weg bereits Früchte trägt.
Transfer-Strategie mit Sparplan
Hinzu kommt, dass nun auch die Transferstrategie für den kommenden Sommer festgelegt wurde. Laut BILD bekommen Eberl & Freund 80 Millionen Euro Budget für Neuverpflichtungen. Vor allem die Position des Rechtsverteidigers und des linken Flügels, um Superstar Luis Diaz zu entlasten, sollen ins Auge gefasst werden. Weiters will man die Struktur des Kaders weiter vertiefen und verbessern. Für dieses Vorhaben klingt das vorgegebene Budget unter Berücksichtigung der jährlich steigenden Transferpreise nach sehr wenig und zeigt abermals den FCB-Sparkurs.
Einzige Möglichkeit wäre der Verkauf von Spielern. Auch hier soll es einige Kandidaten geben, die abgegeben werden könnten. Richtig wild wird sich das Transferkarussell allerdings erst ab Mitte Juli drehen, wenn die WM vorbei ist und dort neue Spieler möglicherweise auf sich aufmerksam gemacht haben.